Am Sonntagabend auf der Jamtkraft Arena trafen Östersund und Ljungskile in der Superettan aufeinander. Die Partie endete torlos, 0:0. Nach zwanzig Spieltagen verteilen sich die Punkte, interessant wird es aber in der Tabelle. Östersund liegt mit 35 Punkten auf dem vierten Platz, Ljungskile mit 24 Punkten an elfter Stelle.
Die ersten halbe Stunde lief das Spiel ruhig, und dann kam die Erkenntnis, dass der Ball oft im Mittelfeld verweilte. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams vorsichtig agierten, keine riskanten Pässe wagten. Erst in der 63. Minute wurde mit J. Ali gewechselt, die Partie bekam etwas mehr Schub. In der 65. Minute sah S. Anyanwu die gelbe Karte, ein Moment, der zeigte, wie körperlich das Duell wurde.
Dann die Doppelwechsel in der 70. Minute: D. Lagerlof und J. Liljedahl kamen aufs Feld. Die 0:0-Pausenführung sorgte für Nervosität, und dann kam in der 74. Minute die zweite gelbe Karte für D. Miljanovic. In der 79. Minute holten beide Seiten nach — J. Westerberg und E. Ozkan für Ljungskile, M. Uzel für Östersund in der 86. Minute. Die Zeiten, in denen gewechselt wurde, sprachen für eine Partie, die sich nicht öffnen wollte.
Die Zahlen zeigen es deutlich: Östersund hielt den Ball in 60 Prozent der Zeit, Ljungskile in 40 Prozent. 101 Angriffe gegen 77, vier Schüsse aufs Tor gegen einen. Viele Schüsse, wenig Tore — das bedeutet, dass die Chancen verpasst wurden. Die Statistik bestätigt, was man sah: Östersund kontrollierte, Ljungskile verteidigte.
Der Unentschieden-Resultat ändert wenig an der Positionierung. Östersund bleibt viertens, Ljungskile elftens. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Tore nicht vom Ballbesitz kommen, sondern von den richtigen Momenten. Diese lagen heute nicht auf der richtigen Seite.