In der sechsten Runde der Superliga setzte sich Luzern im eigenen Stadion mit 2:1 gegen Vaduz durch. Das Spiel endete auf der Thermoplan Arena am Mittwochabend. Julian Stark und Nando Toggenburger trafen für die Gastgeber, Rúben Dantas Fernandes glich für die Gäste aus.
Interessant wird es nach der Pause. In der 46. Minute geht Julian Stark allein und nutzt die Lücke. Die Abwehr von Vaduz ist noch nicht im Zugriff, der Schuss geht ins rechte Eck. Und dann steht es 1:0 für Luzern, bevor die Spieler die Kabinen betreten. Drei Minuten später, in der 49. Minute, zeigt Rúben Dantas Fernandes die erste Gelbe Karte. Er ist es auch, der fünf Minuten später den Ausgleich erzielt. Nach einem schnellen Umschaltspiel findet er den Raum und schiebt den Ball vorbei. 1:1.
Die Gäste kontrollieren den Ball, aber die Chancen kommen nicht. Vaduz hat 57 Prozent Besitz, doch nur zwei große Chancen entstehen. Luzern kreiert sechs, nutzt aber nicht alles. Nebenbei fällt die VAR-Entscheidung in der 66. Minute: Nando Toggenburger wird ein Treffer aberkannt. Der Schiedsrichter prüft, findet einen Fehler, der Treffer gilt nicht. Die Gäste müssen weiter suchen.
Und dann kommt der Moment, über den nachgesprochen wird. In der 91. Minute, Sekunden nach der regulären Spielzeit, köpft Toggenburger den Ball ins Netz. Diesmal wird der Treffer nicht aberkannt. 2:1 für Luzern. Die Gastgeber haben den Sack zugeknöpft, Vaduz warf alles nach vorn, aber der Ball blieb weg. Toggenburger erhält noch eine Gelbe Karte, aber das Ergebnis steht.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Vaduz dominierte den Ball, schoss aber nur viermal aufs Tor. Von diesen vier traf zwei. Luzern war ungenauer mit 35 Prozent Trefferquote, doch sechs große Chancen entstanden. Achtzehn Schlüsselaktionen gegen sieben bei den Gästen. Die Angriffe verteilen sich: 88 für Luzern, 101 für Vaduz. Doch Qualität schlägt Quantität.
Nach sechs Spieltagen liegt Luzern auf Platz vier mit acht Punkten. Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen. Vaduz bleibt auf dem zwölften Rang mit drei Punkten. Ein Sieg, fünf Niederlagen. Der vierte Sieg in Folge für die Gastgeber in dieser Konstellation, während die Gäste seit fünf Spielen ungeschlagen bleiben — nein, das stimmt nicht, sie verlieren weiter. Der Unterschied liegt in den entscheidenden Momenten.