Tijuana dreht das Spiel gegen Cruz Azul
Im Estadio Caliente hat Tijuana am Sonntagabend mit 2:1 gegen Cruz Azul gewonnen. Das Spiel stand nach der ersten Halbzeit noch unentschieden, bevor die Gastgeber zwei Tore in Folge erzielten. Die Entscheidung fiel in der zweiten Halbzeit, als Tijuana die Initiative übernahm und den Sieg sichersteuerte.
I. Rivero brachte Tijuana in der 44. Minute in Führung, bevor N. Ibanez für Cruz Azul kurz vor der Pause den Ausgleich zum 1:1 schaffte. Dann wurde es interessant in der 54. Minute: G. Mora traf und stellte damit den Endstand her. Nebenbei fiel, dass Cruz Azul nun mehr als die Hälfte der Ballbesitz hatte, aber das Spiel nicht entscheiden konnte.
Die Statistiken zeigen ein typisches Bild für solche Spiele. Tijuana hatte mit 43 Prozent weniger Ballbesitz, schuf aber 6 große Chancen und erreichte 1,81 Expected Goals. Cruz Azul lag mit 57 Prozent vorn, hatte 6 Treffer aufs Tor, aber nur 1,3 Expected Goals. Viele Schüsse, ein Tor — das war bei den Gästen nicht anders.
Zwölfmal wurde eingewechselt in diesem Spiel. Tijuana brachte in der 81. Minute gleich drei Spieler: G. Mora, I. Tona und R. Arciga. Cruz Azul wechselte schon früher, etwa D. Abreu in der 65. Minute. Die Trainer steuerten das Spiel nicht mit System, sondern reagierten auf den Stand.
Für Tijuana bedeutet der Sieg, dass die Mannschaft nun auf Platz 3 steht und 13 Punkte hat. Nach vier Niederlagen hintereinander in der Liga — 1:3 gegen Portland, 0:1 gegen San Diego, 0:2 gegen Austin — war das ein Wendepunkt. Cruz Azul bleibt auf Platz 10 mit 9 Punkten und hat drei Spiele verloren.
Die Karte zeigt, dass es nicht immer ruhig blieb. Acht Gelbe Karten wurden gezeigt, zwei für Tijuana, sechs für Cruz Azul. C. Ebere, A. Preciado, I. Rivero, A. Montes, J. Marquez und J. Paradela — das war die Liste. Der Platz war schwer, die Stimmung angespannt, aber am Ende zählte nur das Ergebnis.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein Spiel nicht durch Zahlen entschieden wird. Tijuana brauchte zwei Tore in einer Halbzeit, Cruz Azul brauchte mehr Ballbesitz — beides reichte nicht. Die Tabelle ändert sich damit nicht grundlegend, aber für die Gastgeber war es ein Schritt nach vorn.