Am Freitagabend traf der Bergischer auf die Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga. Das Spiel endete mit 26:27 für die Gäste. Interessant wird es, wenn man sich die Tabelle ansieht — beide Mannschaften lagen nach zwei Spielen ohne Sieg da, zwei Unentschieden, null Punkte. Und dann kam dieser eine Punkt, der alles ändert.
Die erste Halbzeit lief unentschieden. Beide Seiten konnten keinen klaren Vorsprung aufbauen, standen hinten offen wie ein Scheunentor. Die Defensivarbeit war nicht konsequent genug, um den Gegner einzuschränken. Am Ende der ersten Hälfte 13:13, ein Ergebnis, das die Offenheit der Partie widerspiegelte.
Wir hatten den Sieg der Gäste mit 65 Prozent Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Nebenbei gesagt — es war nicht schwer zu erkennen, warum. Die Rhein-Neckar Löwen zeigten in den letzten Spielen immer wieder, dass sie in solchen Momenten konzentrierter agieren. Der Bergischer hatte am Wochenende gegen Flensburg 26:27 verloren, haben den Gegner auseinandergenommen lassen. Die Gäste dagegen gewannen gegen Kornwestheim 33:29, trafen mit ihrem Spiel ins Schwarze.
In der zweiten Halbzeit wurde es eng. Der Bergischer versuchte, über schnelle Übergänge zu punkten. Die Löwen blieben aber ruhig, wurden sich teuer verkaufen im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Tor in der 50. Minute brachte die Gäste dann auf 25:23. Und dann folgte die entscheidende Phase.
Das Endresultat von 26:27 zeigt: Es waren drei, vier Momente, die das Spiel entschieden. Nicht die Statistik, nicht die Ballbesitzquote — sondern diese Entscheidungen in den kritischen Sekunden. Die Gäste halten damit ihre Serie nicht weiter, warten seit Wochen auf einen Sieg und haben ihn jetzt. Der Bergischer bleibt mit null Punkten in der Tabelle, stehen mit dem Rücken zur Wand.