Am Samstagabend in Lüttich trafen die belgische und die japanische Damen-Nationalmannschaft im Rahmen eines freundschaftlichen Länderspiels aufeinander. Belgien setzte sich mit 89 zu 85 durch. Zwei Tage nachdem Japan noch knapp gewonnen hatte, gab es für die Gastgeber ein klares Ergebnis.
Die Begegnung war eng von Anfang an. Interessant wird es, wenn man die Entwicklung betrachtet. Belgien baute in der zweiten Hälfte einen Vorsprung auf, den Japan nicht mehr einholen konnte. Nebenbei fiel der Unterschied in der Effektivität — 89 Punkte in einem Spiel dieser Art zeigen, dass die Offensive heute klar die Oberhand hatte.
Die japanische Mannschaft kannte die Situation aus dem Spiel am 28. August. Damals hatte Japan mit 78 zu 77 gewonnen. Jetzt war es genau umgekehrt. Der Wechsel der Rollen ist in freundschaftlichen Begegnungen nichts Ungewöhnliches, aber er zeigt, wie schnell sich das Verhältnis ändern kann.
Belgien ging mit einer Mischung aus Sieg und Niederlage in die Woche. Am 22. August gab es einen deutlichen 90:55-Erfolg gegen Nigeria, am 23. August folgte eine 67:95-Niederlage gegen Spanien. Die japanische Auswahl hatte zuletzt gegen Südkorea gewonnen, am 14. August mit 78:77 und am 13. August mit 77:59. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, sondern die aktuelle Form.
Das Endergebnis von 89 zu 85 bedeutet für Belgien einen Punktgewinn, der die Serie beendet. Die japanische Mannschaft verlor zum ersten Mal in dieser Tournee. Vier Zähler Differenz — genug, um zufrieden zu sein, aber nicht genug, um zu entspannen.