Am 1. September 2026 endete das Duell im Rahmen der zweiten Runde der Gruppenphase des uruguayischen Pokals mit einem 3:3. Colonia und Phoenix gaben sich nichts vor, bis die letzte Minute verstrichen war. «Und dann» kam es zu dem, was man ein offenes Spiel nennen könnte — nicht wegen der Stimmung, sondern wegen der Tore.
Die erste Hälfte war geprägt von der Führung der Gastgeber. In der 19. Minute traf B. Paz, ehe J. Gonzalez in der 27. Minute ausglich. Nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. M. Cabrera brachte Colonia in der 50. Minute wieder in Front, doch Phoenix reagierte schnell. R. Quintana glich in der 64. Minute aus und übernahm mit dem Treffer in der 80. Minute die Kontrolle.
Interessant wird es bei den Disziplinarmaßnahmen. Colonia erhielt eine rote Karte und zwei gelbe, Phoenix steckte fünf gelbe ein. «Die Hitze bremste das Tempo», oder besser gesagt: die Nerven lagen blank. Die Karten zeigen, dass beide Seiten den Rhythmus suchten, ohne ihn immer zu finden.
In der Statistik liegt Phoenix vorn — 59 Prozent Ballbesitz gegenüber 41, elf Treffer aufs Tor bei nur vier daneben. Colonia warf fünf Bälle daneben und traf sechsmal. «Fanden nie ins Spiel», könnte man sagen, doch die Angriffe mit 103 versus 109 zeigen das Gegenteil. Es ging um Effizienz, nicht um Menge.
Die Tabelle bleibt offen. Colonia hatte zuletzt einen Sieg und ein Unentschieden im Gepäck, Phoenix brachte eine Niederlage und ein Remis mit. Das Ergebnis beendet keine Serie, es setzt keine Akzente. Drei Punkte für jede Seite, ein Spiel, das man sich merken wird — nicht wegen der Zahlen, sondern wegen der Momente.