Deportivo Lara und Trujillanos trennten sich im ersten Gruppenspiel der Copa Venezuela mit 1:1. Die Gastgeber gingen früh in Führung, doch der Gast aus Trujillo drehte das Spiel durch zwei Treffer von N. Verenzuela. Interessant wird es, wenn man sich die Zahlen ansieht: 120 Angriffe der Gäste gegen 107 der Hausherren, doch nur ein Treffer mehr auf dem Scoreboard.
In der sechsten Minute sorgte D. Linarez für die Vorlage. Er nutzte eine Lücke im defensiven Kessel von Trujillanos und schob zum 1:0 ein. Die Gäste reagierten nicht sofort, sondern warteten. Nebenbei fiel auf, dass die Hausherren zwar 53 Prozent Ballbesitz hatten, aber kaum Durchschlagskraft zeigten. Zwei Schüsse landeten daneben, drei trafen das Tor — einer davon ging ins eigene Netz.
Dreißig Minuten später glich N. Verenzuela aus. Er stand an der falschen Stelle, wurde aber nicht gestoppt. Der Schuss war nicht der schönste, aber er genügte. Und dann kam der entscheidende Moment in der sechsten Minute nach der Halbzeit. Verenzuela nutzte die Unkonzentriertheit der Abwehr von Deportivo Lara und stellte den Ausgleich her. Die Szene ging in die Überprüfung, doch der Schiedsrichter ließ den Treffer gelten.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Trujillanos hatten mehr Angriffe, weniger Eckbälle und eine etwas niedrigere Torschussquote. 0,5 versus 0,6 — ein Unterschied, der im Ergebnis nicht sichtbar ist. Beide Teams sammelten vier gelbe Karten, keiner wurde des Feldes verwiesen. Offsides lagen bei den Gästen mit sechs deutlich höher.
In der Tabelle bedeutet das: Trujillanos bleiben auf Platz drei mit drei Punkten aus drei Spielen. Deportivo Lara sackt auf den vierten Platz ab, mit einem Punkt aus drei Partien. Wir hatten den Gast auf Sieg gesetzt, die Sicherheit lag bei 58 Prozent. Der Satz war falsch. Es war die Konstanz der Hausherren in der Defensive, die den Vorhersagerettete — oder besser gesagt, den Vorhersagerettete.