Henevis und Platense trafen am Freitagabend in der dritten Runde der Apertura aufeinander. Das Spiel endete 3:0 für die Heimmannschaft. Drei Tore in einer Halbzeit und eine zweite Hälfte voller Kontrolle — das reichte für den dritten Sieg in Serie.
D. Nunez eröffnete nach nur zwei Minuten die Torschützenliste. Platense versuchte, Ruhe zu finden, doch J. Mosquera musste nach einer Unterbrechung bereits in der 36. Minute die Gelbe Karte einstecken. B. Felix nutzte die Lücke vor der Pause und erhöhte auf 2:0.
Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet. Platense kontrollierte die Ballbesitzquote mit 53 Prozent, doch 7 Treffer auf dem Zielweg gegenüber nur 2 beim Gegner sprechen eine andere Sprache. Nebenbei fiel auf: 8 Eckbälle versus 3. Henevis suchte die Breite, Platense blieb auf der Suche nach Struktur.
E. Alderete sorgte in der 64. Minute für die Entscheidung. Danach wechselte die Heimmannschaft durch — E. Urbina, C. Gutierrez, G. Welcome, E. Alderete selbst, D. Nunez. Sieben Minuten später folgte E. Solano. Platense versuchte, das Tempo zu diktieren, doch die Szene ging in die Überprüfung, als ein weiterer Gelber in der 90. Minute die Übersicht veränderte.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: 128 Angriffe gegen 118, aber 7 statt 2 Treffer aufs Ziel. Henevis brauchten weniger Ballkontakte, um mehr zu erreichen. Platense leistete sich zu viele Fouls — 20 Freistöße gegenüber 12 — und fand selten den Weg nach vorn.
In der Tabelle bedeutet das: Henevis bleiben auf dem vierten Platz mit 10 Punkten nach sechs Spielen. Platense rutscht weiter ab, vier Zähler nach sechs Partien reichen nicht für mehr als den zehnten Rang. Der Eigengewächs Alderete traf beim ersten Einsatz — oder zumindest beim ersten Einsatz in dieser Runde — und zeigte, warum Trainerarbeit oft in solchen Momenten entscheidet.