Montaclegre verlor am 30. August 2026 im Achtelfinale des portugiesischen Pokals mit 0:1 gegen Ponte da Barca. Die Partie endete für die Gastgeber ohne Treffer, obwohl sie den Großteil der Ballbesitzzeit kontrollierten. Interessant wird es bei der Frage, warum Zahlen nicht immer zum Erfolg führen.
Die Statistik spricht eine klare Sprache: Montaclegre führte mit 55 Prozent Ballbesitz und absolvierte 155 Angriffe gegenüber 147 der Gäste. Elf Eckbälle standen zu vier Eckbällen der Gegenseite. Doch der Sieg ging nach Ponte da Barca, das nur 45 Prozent des Balls besaß. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber 14 Elfmeterwürfe ausführen mussten, während die Besucher 26-mal vom Tor aus starten mussten.
Zwei Gelbe Karten für Montaclegre standen drei für Ponte da Barca gegenüber. Die Kartenverteilung ändert nichts am Ergebnis, zeigt aber, dass die Begegnung körperlich geführt wurde. Die Gäste kamen seltener in die Zweikämpfe, doch sie nutzten ihre Chancen effizienter.
Montaclegre ging nach diesem Spiel mit einer Niederlage aus der Runde. In den letzten Begegnungen zeigte sich ein wechselhaftes Bild: 0:4 gegen Porto, 2:1 gegen Penedos, 2:2 gegen Peniche, 2:0 gegen Mondinense und 1:1 gegen Fafe. Und dann kommt eine Niederlage gegen einen Gegner, gegen den die Zahlen eigentlich für einen Sieg sprachen.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Ballbesitz kein Garant für Erfolg ist. Montaclegre dominierte statistisch, verlor aber. Ponte da Barca hatte weniger Angriffe, weniger Eckbälle, weniger Ballbesitz – und gewann. Interessant wird es zu sehen, wie die Gastgeber dieses Ergebnis verdauen.