Am Montagabend traf Necaxa im Estadio Victoria auf León in der vierten Runde der Apertura. Das Spiel endete 1:2 zugunsten der Gäste. Der Ausgang war nicht vorhersehbar, denn beide Mannschaften zeigten sich in der Offensive unterschiedlich effektiv.
Der erste entscheidende Moment kam in der 27. Minute. D. Arcila brachte León in Führung, und bis zur Pause änderte sich am Ergebnis nichts. Die Gastgeber kontrollierten den Ball, doch die Chancen blieben begrenzt. Interessant wird es erst in der zweiten Halbzeit.
Um die 60. Minute herum brach die Situation auf. R. Echeverria erhielt zwei rote Karten in Folge, Naves wurde gelb gesehen und danach ausgewechselt. Necaxa reagierte mit mehreren Wechseln: F. Beltran Cruz, J. Cortizo und Naves gingen vom Platz, R. Monreal und L. Faravelli kamen herein. Der Sack wurde früh zugemacht, doch das hätte nicht so enden müssen.
Dann geschah das, was niemand erwartet hatte. In der 65. Minute erzielte M. Espindola das Anschlusstor, eine Minute später folgte der Ausgleich. Für León war das ein harter Schlag, zumal sie mit zehn Mann agierten. Und dann kam in der 72. Minute das entscheidende Tor: J. P. Dominguez Chonteco knackte die Abwehr und stellte die Weichen auf 1:2.
Die Zahlen erzählen ihre eigene Geschichte. Necaxa hielt 61 Prozent Ballbesitz, schoss 19 Mal, davon 8 aufs Tor. Die Expected Goals lagen bei 1,22. León kam auf 39 Prozent, 11 Schüsse, 7 davon im Ziel, und 0,97 xG. Viele Wege, wenig Tore — das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man sozusagen sagt.
In der Tabelle bedeutet das: Necaxa bleibt auf Platz 13 mit sieben Punkten nach sechs Spielen, León rückt auf Rang 7 vor und hat zehn Zähler. Die Gastgeber verloren einen Sieg, den sie sich erarbeitet hatten. Die Gäste verteidigten ihre Position und spürten den Druck, bis die rote Karte alles veränderte.