Am Donnerstagabend traf Türingens SoCC im Rahmen eines Klubfreundschaftsspiels auf Ystads. Das Ende stand fest: 7:1 für die Gastgeber. Ein klares Ergebnis, und dann die Frage, was es bedeutet.
Die Partie begann mit einer gewissen Unsicherheit auf beiden Seiten. Interessant wird es, wenn man die letzten Auftritte der Türinger betrachtet. Am 2. September gab es noch ein 2:5 gegen Karlskrona. Vier Tage zuvor folgte ein 1:4 gegen Mörrums GoIS. Nebenbei zeigt sich: Die Gastgeber hatten ein Problem mit der Defensive.
Gegen Ystads änderte sich das Bild. Die Türinger machten früh den Sack zu und fanden bald ins Spiel. Ein Fehler entscheidet in solchen Spielen – und hier lag er eindeutig auf der Seite von Ystads. Die Gastgeber nutzten jede Lücke, brachten es über die Zeit und überrollten ihren Gegner.
Die Statistik der letzten fünf Spiele für Türingens SoCC liest sich unterschiedlich. Zwei Niederlagen in Folge in diesem Jahr, davor drei Siege in der Vorsaison. Seit acht Spielen ungeschlagen wäre eine schöne Geschichte, aber die Realität ist: Zwei Pleiten in diesem Herbst haben die Stimmung verändert.
7:1 – das ist mehr als ein Sieg. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber der Glaube an sich selbst kehrt zurück. Die Mannschaft, die zuvor Tore kassierte wie ein offenes Tor, zeigte jetzt Organisation. Der Kapitän zog die Mannschaft mit, das ist der Unterschied.
Ystads hatte keine Chance. Nicht weil sie schwach sind, sondern weil Türingens SoCC heute einfach besser war. Sind im Aufwind – das könnte die Zukunft sein, wenn diese Form anhält.