Warnsdorf und Ústí nad Labem trennten sich im Achtelfinale des Pokals nach regulärer Spielzeit ohne Treffer. Das Spiel endete 0:0, ehe die Elfmeter entscheiden mussten. Die Partie war von Beginn an intensiv, beide Mannschaften wollten durchkommen.
Bei der 48. Minute fiel ein Tor, das jedoch nicht zum Stand führte. Danach kam es zu zahlreichen Wechseln – bei der 59. Minute etwa kamen O. Ullman, T. Berelidze und J. Simons auf den Platz. Weitere Eingriffe folgten in der 61. und 69. Minute. Die Schiedsrichter zeigten fünf gelbe Karten: K. Senko, J. Hudak, B. Yameogo und J. Peterka.
Als die reguläre Zeit abgelaufen war, ging es ins Elfmeterschießen. Die Aufstellung zeigt: bei 120+1 ein Treffer und ein Fehlschuss, bei 120+2 ebenfalls ein Fehlschuss und ein Tor. Bei 120+3 zweimal getroffen, bei 120+4 ein Treffer und ein Fehlschuss. Zum Schluss bei 120+5 zwei weitere Tore. Das Elfmeterschießen war lang und zermürbend – sieben Treffer, drei Fehlschüsse.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Ústí nad Labem hatte mit 124 Angriffen die Oberhand, Warnsdorf mit 91. Die Ballbesitzverteilung lag bei 42 zu 58 Prozent zugunsten der Gäste. Beide Teams schossen sechs Tore aufs Tor, doch nur im Elfmeterschießen zählten die Treffer.
Das Ergebnis bedeutet: Warnsdorf oder Ústí – je nachdem, wer traf – zieht ins Viertelfinale ein. Der Rest bleibt Hintergrund. In solchen Momenten zählt nicht die Statistik, sondern die Nervenstärke bei jedem einzelnen Elfmeter.