Am Freitagabend traf die Frauenmannschaft von Juventude auf die von Bahia. Das Spiel endete 2:2 in der Regular Season, Runde 17. Die Gastgeberinnen hatten den besseren Start, die Gäste übernahmen später die Initiative. Und dann passierte, was die Statistiken schon andeuteten.
Bahia kontrollierte den Ball mit 62 Prozent Anteil. 81 Angriffe standen 68 gegenüber. Doch der Besitz allein entschied nichts. Die Gastgeberinnen waren gefährlicher in ihren Abschlüssen, fünf Treffer auf das Tor landeten gegen neun bei den Gästen. Nebenbei fiel: Die Defensive von Bahia ließ zwei Chancen zu, als sie selbst drei verschoss.
Die Situation im Underdog-Verhältnis zeigt sich in den Eckbällen. Fünf gegen drei, sieben Goal-Kicks gegen elf. Bahia drückte nach vorn, Juventude suchte den Konter. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Teams mit den Umstellungen umgingen. Die Gäste hatten den breiteren Kader, die Gastgeberinnen den Drang, den Heimvorteil zu nutzen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. 68 Angriffe, 38 Prozent Ballbesitz, 17 Freistöße. 81 Angriffe, 62 Prozent Ballbesitz, 22 Freistöße. Die Quote ist gestiegen, als Bahia den Ball überliess. Die Gastgeberinnen warteten, nutzten die Lücken, die der Druck öffnete.
Für die Tabelle bedeutet das Ergebnis wenig Bewegung. Bahia bleibt auf Platz sechs mit 29 Punkten, Juventude liegt auf Platz 15 mit elf Punkten. Beide Mannschaften haben 17 Spiele absolviert. Der Abstand von 18 Punkten bleibt bestehen.
Die Formkurven der letzten Spiele erzählen eine andere Geschichte. Bahia gewann drei der letzten fünf, verlor nur eines. Juventude verlor vier, spielte zweimal unentschieden. Und dann kam dieses Unentschieden – ein Ergebnis, das beide Seiten unterschiedlich verwertet.