Estadio Defensores del Chaco
Der Platz im Stadtteil Sajonia hat vier Namen getragen. Eröffnet wurde er als Estadio de Puerto Sajonia. 1924 benannte man ihn zu Ehren der uruguayischen Olympiasieger in Estadio Uruguay um, kehrte aber kurz darauf zum alten Namen zurück. Erst 1973/74 erhielt er den heutigen: Defensores del Chaco, nach den paraguayischen Soldaten des Chacokriegs. Seit Oktober 2023 steht wegen eines Vertrags mit dem japanischen Unternehmen Ueno dessen Name davor.
Derselbe Krieg bestimmte auch den Bau: 1939 wurde die Anlage wiederhergerichtet und fasste danach rund 42.354 Zuschauer, deutlich weniger als die über 50.000 der Anfangszeit. Weitere Umbauten 1996, 2007 und vor allem 2015 verkleinerten sie erneut.
Deshalb bleibt der Rekord unerreichbar: 49.095 Zuschauer am 17. April 1983, beim Superclásico zwischen Cerro Porteño und Olimpia, den Cerro Porteño mit 2:1 gewann.
An Endspielen sah der Platz das Rückspiel der Copa Libertadores 1960 zwischen Olimpia und Peñarol, das Hinspiel 1979 gegen Boca Juniors, dazu die Finalspiele der Copa América 1979 und 1999.
Am 1. Februar 2009 stürzte ein Betonteil ein, zwei Polizisten starben. Die für die Weltmeisterschaft 2030 geplante Erweiterung auf 41.186 Plätze wurde Ende 2024 fallengelassen; Eigentümerin und Betreiberin bleibt der paraguayische Verband.