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Stadion

Luigi Ferraris

Früher: Campo di Via del Piano, Stadio Comunale Luigi Ferraris
Luigi Ferraris
Luigi Ferraris Stefano Delfrate · CC BY-SA 2.0
Luigi Ferraris
Luigi Ferraris Gabriel Rinaldi · CC BY-SA 3.0
Genova
Genova Al*from*Lig · CC BY-SA 4.0

Marassi ist das älteste noch bespielte Fußballstadion Italiens. Genoa Cricket and Football Club errichtete die Anlage ab 1910 in eigener Regie, unter Leitung von Präsident Edoardo Pasteur und Marchese Musso Piantelli; einen beauftragten Architekten gab es nicht. Am 22. Januar 1911 wurde eröffnet, damals für rund 20 000 Zuschauer. Seit 1933 trägt der Platz den Namen von Luigi Ferraris, einem Spieler von Genoa, der im Ersten Weltkrieg fiel. Einen Sponsorennamen hat das Stadion nie geführt.

Die Kapazität wuchs bis 1949 auf 60 000 — und genau dann fiel auch der Zuschauerrekord: Am 27. Februar 1949 sahen 60 000 Menschen das Länderspiel Italien gegen Portugal. 1982 kamen 57 615 zum Derby zwischen Genoa und Sampdoria, die sich das Stadion bis heute teilen.

Für die Weltmeisterschaft 1990 wurde nicht umgebaut, sondern abgerissen: Zwischen 1987 und 1989 entstand nach Entwürfen von Vittorio Gregotti und Augusto Cagnardi ein überdachter Neubau mit reinen Sitzplätzen. Vier Turnierspiele fanden hier statt, darunter das Achtelfinale Irland gegen Rumänien, 0:0.

Zweimal ging es nicht um Fußball allein. Am 12. Oktober 2010 wurde das EM-Qualifikationsspiel gegen Serbien nach sechs Minuten wegen Ausschreitungen abgebrochen, UEFA wertete 3:0 für Italien. Am 29. Februar 2012 gewannen die Vereinigten Staaten 1:0 — Italiens erste Heimniederlage seit fast 100 Jahren. Für die EM 2032 liegt ein Umbauentwurf von Hembert Penaranda vor, veranschlagt auf 80 bis 100 Millionen Euro.