Staaien
Vom Bau des Jahres 1927 blieb nach dem Zweiten Weltkrieg nichts übrig: Das Gelände im Quartier Staden wurde vollständig zerstört und danach wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der Name Gemeentelijk Stadion, den der Platz um 1944 trug; von den 1950er Jahren bis 2009 hiess er nach dem Quartier Staaien. Seit Februar 2023 steht ein japanischer Wasabi-Produzent im Namen — der erste japanische Namensgeber eines belgischen Fussballstadions.
Gewachsen ist der Bau in Etappen, die man an den Tribünen ablesen kann: 1948/49 eine überdachte Tribüne mit 600 Sitzplätzen, 1952/53 zusätzliche Stehplätze, 2003 der Ersatz einer alten Stehplatzkurve durch eine Sitzplatztribüne mit über 5000 Plätzen. Der eigentliche Bruch kam zwischen 2008 und 2014: Für rund 35 Millionen Euro entstanden neue Tribünen, in die Nordtribüne wurde ein Hotel eingebaut, und am Ende stand die UEFA-Kategorie 4, die auch grosse europäische Endspiele zulassen würde. Im Juli 2011 kam der Kunstrasen dazu, als erster in der Jupiler Pro League.
Der Zuschauerrekord ist älter als all das und liegt bei 20 000 — Saison 1965/66, gegen RSC Anderlecht, in dem Jahr, in dem St. Truiden Vizemeister wurde. Länderspiele oder Konzerte sind hier nicht verzeichnet.
Die nächste Etappe ist vorerst festgefahren: Der für 2026/2027 geplante Umbau der Südtribüne, der 1000 Sitzplätze gebracht hätte, wurde im Dezember 2024 von der Provinzialdeputation Limburg abgelehnt — wegen Fragen der Raumordnung und der Nachhaltigkeit.