Sukru Saracoglu Stadium
Der Boden in Kadıköy trug schon Fußball, bevor irgendein Bau darauf stand: Papazın Çayırı, die Wiese des Priesters, sah ab 1908 Spiele vor rund 100 Zuschauern. Aus dem Union Club Sahası wurde 1915 das İttihat Spor Sahası, 1929 dann Fenerbahçe Stadı. Erst 1932 stand hier ein Stadion mit Rängen, gut 3.500 bis 4.000 Plätze; 1949 waren es 25.000.
Der heutige Bau ist ein zweiter Anlauf. Der Vorgänger wurde 1965 abgerissen, die Neuerrichtung übernahm A&Z Aksu Mimarlık, und am 19. September 1982 wurde mit etwa 32.000 Plätzen wieder gespielt. Die eigentliche Verwandlung kam später: Zwischen 1999 und 2006 wuchs die Anlage auf rund 47.800 Plätze, im Juni 2016 kam mit SISGrass ein Hybridrasen in den Boden.
Ähnlich beweglich sind die Namen. Von 1998 an trug das Stadion den Namen Şükrü Saracoğlu, des früheren Vereinspräsidenten und türkischen Ministerpräsidenten. 2015 trat Yıldız Holding als Namensgeber hinzu, 2025 löste eine Vereinbarung mit Chobani diese ab — der Kern des Namens blieb in allen Fassungen erhalten.
International steht vor allem ein Abend im Kalender: das UEFA-Cup-Finale am 20. Mai 2009, in dem Schachtar Donezk Werder Bremen nach Verlängerung mit 2:1 schlug. Dazu kommen Länderspiele der türkischen Nationalmannschaft, unter anderem Qualifikationspartien gegen Brasilien, Österreich, Norwegen und Estland. Bei Derbys ist das Haus voll.