Am Freitagabend siegte Stella Saint-Mor in der Ligue Bouygues Telecom Énergie mit 20:15 bei HBC Toulon. Die Gäste aus der Hauptstadt gehörten vor dem Spiel zu den stabilen Teams der Liga, die Gastgeberinnen rangierten nahe dem Tabellenende. Nach zwei Spieltagen trennte beide Mannschaften ein Punkt – vier bei Saint-Mor, zwei bei Toulon.
Das Ergebnis ändert die Positionen in der Tabelle. Toulon bleibt auf dem neunten Platz, Saint-Mor steigt auf den sechsten Rang. Zwei Spiele, zwei Punkte versus vier Punkte – wer nach der ersten Hälfte der Saison genau hinsieht, erkennt, dass die Abstände noch gering sind. «Und dann» zeigt sich: ein Sieg allein macht noch keine Saison.
Interessant wird es, wenn man die Formkurve betrachtet. Beide Teams hatten am 29. August verloren – Toulon 22:26 bei Chambéry Touraine, Saint-Mor 24:34 gegen Nice. Die Gastgeberinnen kamen aus einer Niederlage, die Gäste ebenfalls. Und doch: Saint-Mor ging mit diesem Sieg weiter, Toulon blieb stehen. «Nebenbei» fiel dabei, dass beide Teams in der Vergangenheit hochscorespielen – bei 15:20 und 20:25 liegen die Zahlen im gewohnten Rahmen.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der Unterschied zwischen Platz sechs und Platz neun noch nichts über die Zukunft aussagt. Vier Spieltage liegen vor den Teams, zwei Punkte trennen sie. «Und dann» – so wie die Liga läuft, ist jeder Punkt wert, jeder Fehler kostet.