Am Freitagabend entschied sich das Top-12-Duell zugunsten der Gäste. Regatas Bella Vista unterlag Buenos Aires mit 16:32 Punkten. Ein Ergebnis, das wenig mit den vorherigen Erfolgen zu tun hatte.
Für Buenos Aires war dies mehr als nur ein Sieg. Die Mannschaft kam aus einer Phase, in der sie kaum Punkte sammelte. In den letzten fünf Spielen gab es nur einen Sieg, sonst nur Niederlagen. «Beendeten die Negativserie», heißt es oft, doch hier ging es um die Moral. Die Gäste zeigten, dass sie über die notwendige Disziplin verfügen, um solche Serien zu durchbrechen.
«Und dann» passierte das Gegenteil vom Gewohnten. Regatas Bella Vista, das zuvor mit 61:7 und 50:17 dominiert hatte, fand keine Antworten. Die Punktezahl von 16 wirkt im Vergleich zu diesen Zahlen fast absurd. Es war ein Rückfall in eine Defensive, die nicht mehr funktionierte.
«Interessant wird es», wenn man die Struktur des Spiels analysiert. Buenos Aires nutzte die Fehler der Hausherren präzise aus. Während die Gäste ihre Chancen verwerteten, blieben die Hausherren im eigenen Halbfeld stecken. Die Trainerarbeit der Gastgeber kam heute nicht zum Tragen. Die Organisation brach zusammen, als es darauf ankam.
Nebenbei sei bemerkt, dass der Platz heute nicht der Hauptfeind war. Es war die mentale Einstellung, die fehlte. Die Hausherren verloren den Faden, als die Gäste den Druck erhöhten.
Die Offensive von Buenos Aires war effizienter als erwartet. 32 Punkte sind im Rugby kein Selbstläufer, besonders nicht gegen einen Gegner, der früher so stark war. Die Hausherren vergaben Möglichkeiten, das Spiel enger zu halten. Es war ein Match, in dem die Details zählten und die Gäste sie besser beherrschten.
Was bleibt, ist die Frage nach der Konstanz. Buenos Aires hat heute gezeigt, dass sie auf der Höhe der Zeit sind. Für die Hausherren bleibt nur die Arbeit an der Basis.