Am Sonntag Nachmittag spielte die Superliga in der 9. Runde auf der KAS-Arena. Horsens und AGF endeten mit 2:2. Das Ergebnis überrascht, denn die Gäste hatten den Vorsprung und liessen ihn in der Nachspielzeit wieder gleiten.
Interessant wird es, als AGF die Führung sucht. Magnus Knudsen trifft in der 58. Minute und gibt den Gästen die Initiative. Der Trainer reagiert sofort und bringt Ole Martin Kolskogen für Adam Herdonsson, der bereits die erste gelbe Karte gesehen hatte. Nebenbei fällt auf, dass Horsens in dieser Phase mehr Ballbesitz hat, aber keine klare Situation kreiert.
Callum McCowatt ebnet in der 68. Minute den Weg für das Heimteam. Ein Treffer, der die Stimmung verändert. Horsens stellt den Druck hoch, aber AGF leistet sich zu wenige Fouls und bleibt strukturiert. Dann kommt der Wendepunkt: Jakob Bonde Jensen bringt Horsens in der 89. Minute mit 2:1 in Front. Das Spiel scheint entschieden.
Und dann der Moment, der das Spiel rettet. Ivan Milićević köpft in der 90+4. Minute den Ausgleich. Eine Minute später sieht Mikael Anderson die zweite gelbe Karte. Die Gäste haben Glück, aber auch die Leistung verdient diesen Punkt. Horsens verpasst eine Chance, das Spiel zu beenden.
Die Statistik zeigt ein ungleiches Bild. 53 Prozent Ballbesitz für Horsens, aber nur 5 Treffer aufs Tor. AGF kreiert drei grosse Chancen und nutzt eine. 17 Fouls gegen 6 – das Heimteamliess nichts anbrennen, aber auch nicht alles durch.
Wir hatten AGF mit 79 Prozent Sicherheit vorausgesagt. Die Prognose trifft nicht. Der Grund liegt nicht in der Tabelle, sondern in der zweiten Halbzeit. AGF brach nicht nach dem Rückstand ein, sondern fand die nötige Struktur. Horsens liess sich nicht beirren, aber verpasste den entscheidenden Moment.