Am Samstagabend traf Atlético Mineiro auf Shapecoense im Rahmen der 28. Runde der Serie A. Das Spiel endete 1:1, beide Teams gingen mit je einem Punkt nach Hause. Die Gastgeber dominierten von der ersten Minute an, doch Shapecoense hielt stand und nutzte ihre wenigen Momente.
In der 44. Minute eröffnete Tulio Eduardo Silva De Oliveira die Partie. Er nutzte eine Lücke im Schutz der Abwehr und köpfte den Ball ins Netz. Nebenbei fiel auf, wie ruhig der Aufbau verlief – 658 Pässe in der ersten Halbzeit, 235 davon in das letzte Drittel. Interessant wird es, wenn man sich die Chancen anschaut: vier große Torgelegenheiten gegen zwei beim Gast.
Nach der Pause übernahm Shapecoense die Initiative. In der 69. Minute glich Mateo Cassierra aus. Ein direkter Abschluss, der den Torhüter keine Chance ließ. Und dann kam die Umstellung: in der 71. Minute wurde Tulio Eduardo Silva De Oliveira für Luis Eduardo Marques dos Santos ausgewechselt. Die Gastgeber suchten nach Antworten, doch Shapecoense stand tief und kompakt.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: 66 Prozent Ballbesitz für Atlético Mineiro, 21 Schüsse davon elf aufs Tor. Der Gast hatte nur vier Versuche, einer davon traf. Expected Goals lag bei 2,21 zu 1,13. Viele Schüsse mit einem Tor bedeutet, dass die Chancen nicht genutzt wurden. Gleichzeitig achtete Shapecoense auf die Defensive – 32 Clearances, 17 Interceptions.
Wir hatten eine Siegprognose für die Gastgeber abgegeben, 62 Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf ging anders. Es war die Defensive, die den Unterschied machte – oder besser gesagt, die fehlende Entschlossenheit in den entscheidenden Momenten. Drei- vier Szenen hätten das Spiel wenden können.
Mit dem Unentschieden bleibt Atlético Mineiro auf dem siebten Platz mit 40 Punkten. Shapecoense liegt weiterhin auf dem zwanzigsten Rang mit 18 Punkten. Die Differenz von 22 Punkten zeigt, wie unterschiedlich die Saisonverläufe sind. Und dann bleibt die Frage: Was fehlt, um aus Dominanz Ergebnisse zu machen?