AZ Alkmaar und Telstar trafen am Sonntag im Rahmen der siebten Runde der Eredivision aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber, die damit ihre Tabellenführung behielten.
Der Sieg war nicht spektakulär, aber er zählt. Nebenbei fiel auf, dass die Partie weniger von Toren als von Entscheidungen lebte.
Mexx Meerdink traf in der neunzehnten Minute zum führenden Treffer. Er nutzte eine Lücke in der Abwehr und schob den Ball ins Netz. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie viele Chancen AZ danach noch bekam. Die Mannschaft holte sich den Ball immer wieder zurück, doch Telstar hielt stand.
Kees Smit markierte in der fünfundfünfzigsten Minute einen Treffer, der später annulliert wurde. VAR hob das Ergebnis auf — der Grund lag in einer Abseitsposition. Und dann kam der Moment, der das Spiel veränderte: AZ musste erkennen, dass ein Tor nicht reichte. Die Gastgeber warfen alles nach vorn, doch Telstar spielte die zweite Hälfte in Überzahl der Nerven.
Die Zahlen zeigen, wer die Initiative hatte. AZ kontrollierte mit 62 Prozent Ballbesitz, erzielte acht Schüsse ins Tor und erreichte einen Expected-Goals-Wert von 2,35. Telstar kam auf einen Schuss ins Ziel und 0,1 xG. Viele Schüsse mit einem Tor — die Chancen gingen verloren. Das Verhältnis ist zerrüttet zwischen Statistik und Ergebnis.
In der Tabelle liegt AZ nach sieben Spielen an der Spitze mit neunzehn Punkten. Telstar steht auf Platz dreizehn mit fünf Punkten aus einem Sieg, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Der Abstand wächst. Und dann fiel auf: AZ wartet nicht mehr lange auf den nächsten Gegner.
Wir hatten den Sieg der Gastgeber mit fünfundfünfzig Prozent Wahrscheinlichkeit genannt. Der Prognosewert lag nicht weit daneben. Die Mannschaft spielte über die Aussen, liess viel laufen und brauchte nicht mehr als einen Moment, um zu gewinnen. Ein Fehler entscheidet — und Telstar hatte ihn nicht.
Das Ergebnis bedeutet: AZ bleibt an der Spitze. Der Vorsprung auf die Verfolger wächst um drei Zähler. Telstar muss sich fragen, warum die Chancen nicht genutzt wurden. Das Geld fliesst auf die Gastgeber — wer nach unten will, muss sich etwas einfallen lassen.