Bamberg und MHP Riesen Ludwigsburg trafen am 26. September 2026 in der BBL aufeinander. Das Spiel endete mit 96:103, die Gäste gewannen. Wir hatten Bamberg favorisiert, mit 59 Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf zeigte, dass solche Einschätzungen oft zu früh getroffen sind.
Interessant wird es, wenn man die Effizienz betrachtet. Ludwigsburg traf elf Dreier von 24 Versuchen, Bamberg zehn von 34. Auf dem Parkett sieht man das anders als in der Statistik — die Gäste fanden ihre Rhythmen, während Bamberg in der Defensive nicht zusammenhielt. Nebenbei fiel die Freiwurfbilanz: 24 von 33 für Ludwigsburg, 20 von 27 für Bamberg.
Die Rebounds lagen bei Bamberg bei 38, bei Ludwigsburg bei 33. Mehr Ballgewinne durch Offensivrebounds hätten dem Gastteam vielleicht Sicherheit gegeben. Bamberg hatte 20 Offensivrebounds, Ludwigsburg neun. Aber die Gäste kompensierten das durch bessere Ballverteilung — 19 Assists zu 17. Und dann kam der Moment, in dem die Gastgeber nicht mehr reagierten.
Bamberg kam in den letzten Partien unterschiedlich gut voran. Gegen Fecht gab es einen klaren Sieg mit 108:67, gegen Bayern München verlor man mit 72:108. Ludwigsburg musste zuletzt gegen Rostock und Ulm passen. Die Formkurven waren nicht weit auseinander. Vielleicht genau deshalb — weil beide Seiten Erwartungen an den Abend hatten, die nicht erfüllt wurden.
Die Prognose war falsch. Nicht weil die Zahlen gegen uns sprachen, sondern weil wir den falschen Faktor gewichtet haben. Bamberg hatte mehr Rebounds, weniger Turnovers. Doch im Basketball zählt oft nur der Wille, den letzten Ball zu werfen. Und daran fehlte es den Gastgebern.