Am Freitagabend setzte sich OSS im Rahmen der Regular Season der Eerste Divisie mit 3:0 gegen Dordrecht durch. Das Spiel endete für die Gastgeber nach einer roten Karte vielleicht noch überraschend, aber der Sieg stand lange bevor. Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet.
Franslyn Nsingi war der Mann der Stunde. In der vierten Minute brachte er OSS in Führung, bevor er in der 29. Minute den 2:0-Zwischenstand herstellte. Nebenbei fiel auf, dass beide Tore aus dem Nichts kamen, ohne dass Dordrecht große Chancen zuließ. Nsingi wurde in der 61. Minute ausgewechselt, nachdem er bereits in der 42. Minute eine Gelbe Karte gesehen hatte.
Dann kam die Wende, die alles veränderte. In der 51. Minute sah Alvaro Henry die Rote Karte und OSS stand plötzlich nur noch zu zehnt. Man könnte meinen, das Spiel dreht sich jetzt, aber interessant ist, wie die Gastgeber reagierten. Statt in Panik zu verfallen, behielten sie einen kühlen Kopf und ließen Dordrecht nicht an den Ball kommen.
Am Ende wurde die Führung noch einmal unterstrichen. In der 90. Minute plus sieben Minuten verwandelte Richard van der Venne einen Strafstoß zum 3:0. Bis dahin hatte Dordrecht zwar die Ballbesitzquote bei 71 Prozent, aber die Quote ist gestiegen: sieben Schüsse aufs Tor, null Tore. OSS parierte glänzend und nutzte seine wenigen Möglichkeiten.
Die Statistik zeigt den Kontrast deutlich. OSS spielte mit 29 Prozent Ballbesitz, aber vier Schüsse auf das Tor reichten für drei Tore. Dordrecht scheiterte mit sieben Trefferversuchen gegen ein Tor. Big Chances Created: bei beiden Teams null. Das sagt mehr aus als jede possession-Zahl.
Für die Tabelle bedeutet das: OSS klettert von Platz 20 mit drei Punkten, Dordrecht bleibt auf Platz 18 bei vier Punkten. Beide Teams haben sechs Spiele absolviert, aber die Qualität der Ergebnisse unterscheidet sich deutlich. OSS verlor bisher fünf von sechs Spielen, Dordrecht vier.