Quartierfinal-Duell in São Paulo
Im Viertelfinale des Copa Paulista traf Linense am 20. September 2026 auf Grêmio Prudente. Das Spiel endete mit einer 1:2-Niederlage für die Gastgeberinnen, nachdem sie zunächst geführt hatten. Interessant wird es, wenn man den Verlauf betrachtet: Linense ging früh in Führung, doch Grêmio Prudente kehrte zurück und entschied das Match um. Nebenbei fiel auf, wie viele Karten fielen – elf insgesamt in einem Spiel, das nicht lange ruhig blieb.
Neun Minuten nach Beginn legte Deivid Santos die Führung für Linense vor. Und dann kamen die Gelben: in der 19., 23. und 30. Minute. Die Phase nach dem Treffer war von Nervosität geprägt, was die Schiedsrichter nicht unbemerkt ließen. Linense kontrollierte scheinbar, doch die Karte häuften sich statt der Chancen.
Dreizehn Minuten später antwortete Grêmio Prudente. Kaio Cristian glich in der 37. Minute aus. Vier Minuten vor Halbzeit verpasste Linense Elfmeter, was den Ton änderte. Und dann zwei weitere Karten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte – 45+4 und 45+6. Die Partie wurde immer zerlegter, weniger flüssig.
Die zweite Hälfte brachte die Wende. In der 64. Minute erzielte Grêmio Prudente den Siegtreffer. Und dann die rote Karte in der 81. Minute, die das Spiel endgültig brach. Eine weitere Gelbe folgte in der 86. Minute, als Linense versuchte, noch etwas zu retten. Chanclos blieben aus, die Konsequenz folgte.
Wir hatten Linense mit 70 Prozent Vorhersagewahrscheinlichkeit zugeordnet. Der Match verläuft anders, als wir dachten. Was den Prognosefehler erklärte: die elfmeterverpasste Chance und die rote Karte. Diese zwei Momente bestimmten das Ergebnis, nicht die Anfangsphase.