Naft gewinnt in Mosul mit einem späten Treffer
Naft holte sich am Donnerstagabend einen wichtigen Auswärtssieg in Mosul. Das Spiel in der irakischen Liga endete 1:1 — und doch ging nur eine Mannschaft siegreich vom Platz. M. Adnan erzielte das siegbringende Tor in der 90. Minute plus acht Sekunden. Nebenbei: Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, aber das zählte am Ende wenig.
Der entscheidende Moment kam spät. Adnan fand die Lücke, als die Zeit knapp wurde. Vorher hatten beide Seiten je drei Treffer im Visier, aber kein Schuss landete sicher. Interessant wird es, wenn man die roten Karten betrachtet. In der 65. Minute sah H. Kadhim vom Gastgeber die Rote — und davor bereits die Gelbe. In der 71. Minute folgte eine weitere Rote. Zwei Abgänge, eine Halbzeit weniger.
Die Statistik zeigt ein Bild, das nicht ganz zum Ergebnis passte. Mosul dominierte mit 57 Prozent Ballbesitz und 170 Angriffen gegenüber 146 der Gäste. Trotzdem: nur drei Schüsse ins Tor, beide Teams gleichauf. Off-Target-Shots lagen bei zwölf pro Seite. Die Chancen wurden verschlissen, die Defensive hielt stand — bis ganz zum Schluss.
Was bedeutet das Ergebnis für die Tabelle? Naft steht nach sieben Spielen auf Platz fünf mit zwölf Punkten. Mosul bleibt auf Rang zwölf mit acht Punkten. Der Unterschied ist vier Zähler. In einer Liga, wo jeder Punkt zählt, ist das ein signifikanter Abstand. Die Gäste sind im Aufwind, die Gastgeber nicht.
Die letzten Spiele geben Aufschluss. Naft verlor zuletzt nur einmal — gegen Al-Karma mit 0:3. Davor gab es Siege gegen Karkala und Al-Minaa Basra. Mosul hingegen verlor zwei der letzten drei Partien deutlich. Ein 3:0 gegen Karkala war die Ausnahme. Der Rest war durchwachsen.
Am Ende war es ein Spiel, das die zwei roten Karten bestimmten. Mosul spielte länger mit zehn Spielern und fand kein Mittel gegen die konzentrierte Abwehr. Adnans Treffer in der Nachspielzeit war der Moment, der alles entschied. Der vierte Sieg in Serie für Naft — und das erste Mal, dass eine Mannschaft mit weniger Ballbesitz gewinnt.