Orbán und die anderen: RBL macht sich auf der Red Bull Arena Luft
Am Samstagmittag trafen RBL auf Hamburg in der dritten Runde der B und esliga. Die Gastgeber gewannen klar mit 5:0, was den Vorhersagen entsprach — wir hatten die Heimsie e mit 51 Prozent Sicherheit eingeschätzt, und genau das passierte. Hamburg liegt nun mit null Punkten auf dem letzten Platz, während RBL nach drei Spielen auf Rang fünf sechs Zähler sammelte.
Die erste Halbzeit begann mit einem Foul von Capaldo in der sechsten Minute, doch dann änderte sich das Bild schnell. In der siebten Minute traf Tidiam Gomis, und zwölf Minuten später verdoppelte Antonio Nusa die Führung. Hamburg schaffte es nicht, den Anschluss zu halten, und ging mit einer deutlichen Rückstand in die Pause. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber ihre Struktur hielten, während die Gäste immer wieder hinterherhinkten.
Nach der Pause wurde es eindeutig. Willi Orbán erhöhte in der siebten Minute nach der Halbzeitpause, und kurz darauf sorgte Nkunku für 4:0. Rômulo sicherte dann in der siebten Minute nach Mitternacht den fünften Treffer. Die Auswechslungen in der siebzigsten Minute zeigten, dass RBL bereits zu diesem Zeitpunkt keine Zweifel mehr an der Sicherheit hatte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie die Gäste versuchten, gegen den Druck anzukommen — und warum es nicht funktionierte.
Die Zahlen bestätigen das Bild. RBL kontrollierte 64 Prozent des Balls und erzeugte mit 2,43 xG deutlich mehr Chancen als Hamburg mit 1,1. Von 15 Schüssen trafen 6 ins Tor, während die Gäste nur 4 von 8 Versuchen auf Ziel brachten. Hamburg machte 28 Clearances, RBL nur 15 — ein Zeichen dafür, wer den Druck aushielt und wer ihn abbauen musste. Die Quote hat sich kaum bewegt, aber der Spielverlauf hat gezeigt, dass die Favoritenrolle zutraf.
Für RBL bedeutet das Ergebnis, dass nach den Niederlagen gegen Como und Werder wieder ein Schritt nach vorn getan wurde. Hamburg hingegen verliert jedes seiner ersten drei Spiele und sitzt nun am unteren Ende der Tabelle. Ein Fehler entscheidet oft, und Hamburg hat in dieser Partie mehrere davon begangen. Die Gastgeber haben es selbst in der Hand, die nächste Runde zu gestalten.
— Jonas Brehme