Unentschieden im Nachgang: Werder und Stuttgart teilen sich die Punkte
Bei der fünften Runde der Bundesliga der Frauen endete das Spiel zwischen Werder Bremen und Stuttgart 1:1 auf dem Platz 11 des Weserstadions. Die Gastgeberinnen gingen durch Mei Shimada in der 41. Minute in Führung, ehe Mira Arouna für Stuttgart in der 52. Minute den Ausgleich herstellte. Und dann hielt sich das Spiel die ganze Zeit über in der Balance.
Die erste Hälfte verlief ruhig, bis Shimada den Ball in der 41. Minute unterbrachte. Fünf Minuten später zeigte Schiedsrichterin Marie Gmeineder Gelb, was den Rhythmus der Bremerinnen kurz unterbrach. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams in der ersten Halbzeit kaum klare Chancen kreierten, obwohl die Ballbesitzverteilung bereits auf eine ausgeglichene Begegnung hindeutete.
Stuttgarts Antwort kam in der 52. Minute durch Mira Arouna, die den Ball ins Netz brachte. Ab der 63. Minute zogen beide Trainerinnen die Karten: bei Werder kamen Elena Dhont, Julia Magerl, Reena Wichmann und Adriana Achcińska ins Spiel, Marie Gmeineder wurde ausgewechselt. Stuttgart holte Chantal Hagel und Dafina Redzepi herein, später folgte Luna Vanzeir für Werder in der 84. Minute.
Die Statistiken zeigen ein Bild, das zur Ergebnislosigkeit passt. Werder hatte mit 109 Angriffen die Initiative, Stuttgart mit 82 Angriffen agierte kompakter. Die Schussgenauigkeit lag bei den Bremerinnen bei 47 Prozent, bei den Gastfrauen bei 45 Prozent. Die Chancen blieben aus — beide Seiten kreierten keine einzige große Situation.
Die Kartenverteilung verdeutlichte den physischen Charakter des Spiels. Werder erhielt zwei Gelbe, Stuttgart eine. Isabella Jaron und Yuka Hirano wurden verwarnt, was in der Schlussphase noch einmal für Unruhe sorgte. Die Tacklingquote war bei beiden Teams identisch mit 15 erfolgreichen Zweikämpfen.
Interessant wird es nun in der Tabelle: Werder bleibt auf Platz vier mit zehn Punkten nach fünf Spielen, Stuttgart rutscht nicht weiter ab und bleibt auf Rang sieben mit acht Punkten. Das Unentschieden beendet keine Serie, aber es verhindert auch einen tieferen Einschnitt. Der Eigengewächs wäre hier nicht im Spiel gewesen, stattdessen entschied sich die Begegnung durch ihre Ausgeglichenheit.