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Dianna Russini: Vrabel-Affäre verstiess gegen Standards

The Athletic sieht nach fünfmonatiger Untersuchung einen klaren Regelbruch in der Beziehung zwischen Ex-Reporterin Russini und Patriots-Coach Vrabel, ohne verzerrte Berichterstattung nachweisen zu können.

Dianna Russini mit The Athletic-Mikrofon, schwarze Bluse mit weißen Punkten, Kopfhörer

The Athletic hat eine fünfmonatige interne Untersuchung zur Beziehung zwischen der früheren NFL-Reporterin Dianna Russini und Patriots-Trainer Mike Vrabel abgeschlossen. Das Ergebnis, veröffentlicht am Donnerstag: Die Beziehung verstiess klar gegen die Richtlinien des New-York-Times-Konzerns.

Mike Semel, bei The Athletic zuständig für redaktionelle Standards und Qualität, fand keine Belege für eine verzerrte Berichterstattung Russinis. Auch die genaue Natur der Beziehung liess sich nicht bestimmen. Dennoch sei der Anschein eines Interessenkonflikts entstanden.

"Russinis Beziehung zu Vrabel war ein klarer Verstoss gegen die Standards von The Athletic", schrieb Semel. "Unabhängig davon, ob die Beziehung romantischer Natur war, handelte es sich um einen Regelbruch, der hätte offengelegt werden müssen."

Semel ergänzte: "Ich habe keinen klaren Zusammenhang gefunden, der darauf schliessen liesse, dass Russini ihre Plattform genutzt hat, um Vrabel oder seine Teams während ihrer Zeit bei The Athletic zu fördern. Allerdings gibt es Beispiele, in denen Russini schwärmerisch über Vrabel schrieb, was im Nachhinein als voreingenommene Berichterstattung gilt."

Ausgangspunkt der Untersuchung waren Fotos, die die New York Post veröffentlichte. Sie zeigten Russini und Vrabel in einem Resort in Arizona, aufgenommen etwa zur Zeit der NFL-Owners-Meetings im März. Auf einigen Aufnahmen umarmen sich die beiden offenbar und halten Händchen. Beide sind mit anderen Partnern verheiratet und bezeichneten den Kontakt als platonisch. Russini erklärte, die Fotos liessen den Kontext eines grösseren Gruppentreffens vermissen, Vrabel nannte jeden Vorwurf des Fehlverhaltens "lächerlich".

The Athletic stellte sich zunächst hinter Russini, die Redaktion wies auf fehlenden Kontext hin. Erst weitere Aufnahmen und zusätzliche Recherchen zur Natur der Beziehung lösten die interne Überprüfung aus.

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