Fetisow äussert sich zu Isinbajewas IOC-Kritik
Der Ex-Eishockeyprofi und Duma-Abgeordnete meint, Isinbajewa habe erkannt, dass sie eine Chance zur Interessenvertretung russischer Sportler verpasst hat.
Wjatscheslaw Fetisow, zweifacher Olympiasieger im Eishockey und Duma-Abgeordneter, hat sich am 18. September zu den Äusserungen der Jelena Isinbajewa geäussert. Seine Vermutung: Isinbajewa habe mittlerweile selbst erkannt, dass sie den Zeitpunkt verpasste, die Interessen russischer Sportler zu verteidigen.
Isinbajewa hatte zuvor erklärt, russische Leichtathleten seien 2016 «politischen Spielen geopfert» worden. Sie bezeichnete den Spitzensport als «geopolitische Maschine» und sagte, über das Schicksal der Athleten entschieden «Leute in Anzügen, die selbst nie auf einem Podest gestanden haben».
Fetisow sagte dazu gegenüber RIA Novosti:
Im August 2016 war sie für acht Jahre in die Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees gewählt worden, ihr Mandat lief 2024 aus. Fetisow sieht die Verantwortung, auf Entscheidungen der IOC-Führung Einfluss zu nehmen, gerade bei den Mitgliedern dieser Kommission – Sportfunktionäre kennten die fachlichen Feinheiten oft nicht, weshalb Athleten ihre Interessen aktiv vertreten müssten.
Isinbajewa ist nicht die Erste, die dafür kritisiert wird: Der frühere MMA-Kämpfer Jeff Monson nannte ihre Aussagen zum politischen Druck auf das IOC bereits am 26. August «zu vorsichtig». Er stimmte der Feststellung des Drucks auf den Sport zwar zu, hielt den Zeitpunkt ihrer Äusserung aber für verfehlt.
Fetisow hofft, sie mobilisiert die übrigen Kommissionmitglieder.
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