San Paulo und Boca Juniors teilen sich die Punkte
Am 16. September 2026 trafen San Paulo und Boca Juniors im Viertelfinal der Copa Sudamericana aufeinander. Das Spiel endete 1:1 auf dem Morumbi. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie unterschiedlich die beiden Teams die Begegnung gestalteten.
Die Gastgeber dominierten spielerisch. Mit 64 Prozent Ballbesitz und 141 Angriffen bestimmten sie den Rhythmus. Nebenbei fiel auf, dass sie 10 Schüsse absolvierten, davon 5 aufs Tor. Boca Juniors legte sich zurück: 36 Prozent Besitz, 75 Angriffe, vier Schüsse, einer traf. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man so viele Chancen hat und nur ein Tor erzielt.
Leandro Lozano brachte Boca in der 60. Minute die Führung. Domingos Duarte glich in der 89. Minute aus. Ein Fehler entscheidet in solchen Momenten — und San Paulo musste noch eine Halbzeit warten, bis der Ausgleich kam. Die Gäste hatten nur einen Schuss auf Ziel, der Torhüter von San Paulo blieb ohne Einsatz. Interessant wird es dann, wenn man die Chancenbilanz betrachtet: zwei große Situationen für die Gastgeber, eine für die Gäste.
Um die 64. Minute herum wechselte San Paulo gleich vier Spieler: Jose Monteiro, Lucas Ramon, Gustavo Santana und Danielzinho, der bereits in der 45. Minute ausgewechselt worden war. In der 77. und 85. Minute folgten weitere Anpassungen auf beiden Seiten. Dorival Silvestre Júnior erhielt in der 71. Minute eine Gelbe Karte, Ángel Romero und Artur Victor Guimarães kurz vor Schluss.
Die Statistik zeigt den Kontrast deutlich. San Paulo passte 575-mal, davon 474 erfolgreich. Boca Juniors kam auf 332 Pässe, 237 gelingen. Die Expected Goals liegen bei 0,88 für die Gastgeber und 0,71 für die Gäste. Viele Schüsse, ein Tor — das bedeutet, die Chancen gingen teilweise verloren.
San Paulo steht nach sechs Spielen auf dem ersten Platz. Drei Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage, zwölf Punkte. Das Unentschieden verteidigt die Position. Boca Juniors hatte am Vortag gegen Central Córdoba mit 3:1 gewonnen und zeigt damit Kontinuität. Der Punktestand bleibt unverändert, aber die Stimmung im Stadion war nach dem späten Ausgleich anders als zuvor.