Die Frauen von Olympique Lyon haben am Dienstagabend im Stade de Genève bei Servette genf mit 8:0 gewonnen. Das Spiel gehörte zur ersten Runde der League Stage in der UEFA Women's Champions League. Die Gastgeberinnen hatten keine Chance, der Gegner dominierte von der ersten Minute an.
Interessant wird es, wenn man die Reihenfolge der Treffer betrachtet. Acht Minuten nach Anpfiff fiel ein Eigentor von Laia Balleste, und schon dreißig Sekunden später erzielte Marie-Antoinette Katoto den Treffer zur 0:2-Führung. Sie verschenkte nicht, und Servette liess sich nicht beirren — wenn auch nicht lange. Katoto traf erneut zur 0:3, und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit legte Melchie Dumornay auf 0:4 nach. Elf Minuten später war es 0:5 durch Katoto, und fünf Minuten danach 0:6 durch Dumornay. Nebenbei fiel in der 68. Minute ein weiteres Eigentor, diesmal durch Laura Strik.
Der Matchplan war für Servette nicht zu halten. Die Gastgeberinnen haben den Gegner nicht auseinandergenommen, sie konnten nicht einmal einen Torschuss auf das Tor bringen. Nur ein Schuss traf ins Ziel, und ein weiterer ging daneben. Neun Corner für Lyon gegen einen für die Gastgeberinnen. Die Statistik zeigt: Servette versuchte, den Ball zu halten, aber die Erfolgsquote war kaum messbar. 104 erfolgreiche Pässe bei 194 Versuchen — das ist wenig, und die 90 fehlgeschlagenen Pässe zeigen, wo es stockte.
Lyon hatte 595 erfolgreiche Pässe bei 675 Versuchen. Neun Treffer ins Ziel, vierzehn daneben. Die Gastgeberinnen bekamen drei gelbe Karten, Lyon keine. Und dann fiel in der 89. Minute der achte Treffer durch Inès Benyahia. Servette hat die Null nicht gehalten, und das war nicht verwunderlich.
Wir hatten Servette einen Sieg vorhergesagt, mit einer Sicherheit von 89 Prozent. Der Matchplan war falsch, und der Gegner hat ihn nicht nur gelesen, sondern durchschaut. Lyon hat die Lücke gefunden, und Servette fand sie nicht zurück. Die Gastgeberinnen beendeten keine Negativserie, sie begannen eine neue. Lyon hingegen hat die Serie fortgesetzt, die am 18. September gegen Laval begann und mit 8:1 endete. Drei Siege in Folge, jedes Mal mit mindestens sieben Toren.