Šiauliai und Hegelmann trennten sich in der 31. Runde der A-Liga mit einem 0:0. Interessant wird es, wenn man die Tabelle betrachtet: Beide Teams kämpfen um etwas, das sie beide dringend brauchen. Šiauliai liegt auf dem neunten Platz mit 17 Punkten, Hegelmann auf dem achten mit 25. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber in letzter Zeit nicht gut aussahen.
Die Partie blieb bis zur Halbzeit ereignisarm. Und dann kam der erste Wechsel in der 46. Minute, als D. Dovydaitis für Šiauliai eingewechselt wurde. Es war ein Zeichen, dass der Trainer etwas ändern wollte. Hegelmann reagierte nicht sofort, aber die Karten zeigten, dass die Nerven blank lagen. A. Valuckas erhielt in der 50. Minute die erste Gelbe.
In der 59. Minute häuften sich die Verwarnungen: D. Tibell und M. Dapkus wurden beide verwarnt. Nebenbei wirkt es wie ein Muster, dass beide Teams ähnliche Probleme mit der Disziplin haben. In der 65. Minute folgte B. Isaac. Šiauliai tauschte daraufhin Tibell aus, Hegelmann schien zunächst ruhig zu bleiben.
Die Statistik erzählt ihre eigene Geschichte. Šiauliai hatte 126 Angriffe, Hegelmann 85. Die Gastgeber besaßen 63 Prozent des Balls, doch die Tore blieben aus. Interessant wird es bei den Schüssen: Beide Teams trafen viermal ins Tor, aber keiner nutzte die Chancen. Šiauliai schoss 4-mal daneben, Hegelmann 7-mal. Und dann fiel auf, dass die Quote für uns nicht stimmte.
Wir hatten einen Sieg für die Gäste erwartet, mit 46 Prozent Sicherheit. Der Matchplan sah anders aus, als wir dachten. Vielleicht war es die Defensive, die beide Seiten zu stark fand. Oder die Umstellung in der zweiten Halbzeit, die keine Entscheidung brachte. Šiauliai brachte in der 75. Minute gleich drei Wechsel, Hegelmann folgte zeitgleich.
Am Ende stand ein 0:0, das für beide Seiten unterschiedlichen Wert hat. Für Šiauliai ist es ein Punkt gegen die eigene Negativserie von vier Niederlagen in Folge. Für Hegelmann bedeutet es, dass die Punkte aus der Luft fallen, wenn man nicht konsequent ist. Die Tabelle bewegt sich kaum, aber die Stimmung in den Kabinen wird anders sein.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass solche Spiele oft über Details entscheiden. Nicht über die großen Tormomente, sondern über die kleinen Fehler. Šiauliai spielte über die Aussen, Hegelmann suchte den Ball in der Mitte. Und dann fiel es: Niemand hatte den entscheidenden Moment.