Am Dienstagabend in Poznań trafen AZS und Landernau Bretaune im EuroCup aufeinander. Die Gastgeberinnen gewannen mit 77 zu 65. Interessant wird es dabei nicht an den Zahlen allein, sondern daran, wie das Spiel entstand. AZS kontrollierte von Beginn an, ohne die Kontrolle zu verlieren.
Die erste Halbzeit war klar. Die polnische Mannschaft spielte den Gegner an die Wand, Landernau fand keine Ruhe im Aufbau. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste in der Abwehr zu früh aufgaben. Wenn eine Mannschaft so weit zurückfällt, muss sie entweder umschalten oder den Kopf verlieren. Beides geschah.
In der zweiten Hälfte drehten die Gastgeberinnen noch einmal nach. Ein 10:0-Lauf in der Mitte des dritten Quartals entschied die Partie endgültig. Landernau versuchte, über schnelle Übergänge zurückzukommen, aber die Defensive stand nicht. Die Gäste leisteten sich zu viele Fouls und erlaubten freie Würfe.
Die Statistik zeigt 52 Prozent Ballbesitz für AZS, aber das ist nicht der entscheidende Faktor. 34 Würfe aus dem Drei-Punkte-Bereich landeten 41 Prozent der Zeit. Landernau warf aus weiteren Abständen, traf aber nur 28 von 65 Versuchen. Viele Chancen gingen verloren.
Was das Ergebnis bedeutet: AZS festigt die Position in der Tabelle. Mit dem Sieg bleibt die Mannschaft in der Spitze. Landernau muss nun über die Leistung nachdenken, nicht über die Schiedsrichter oder das Wetter. Und dann kommt der nächste Auftritt.
Wir hatten auf einen Sieg der Gäste gesetzt, mit 71 Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf hat diese Einschätzung widerlegt. Nicht weil die Gastgeberinnen übermächtig waren, sondern weil Landernau in entscheidenden Momenten nicht vorhanden war. Die Differenz von zwölf Punkten ist verdient.