Am 14. Oktober 2026 trafen Trutnov und Chomutov in der ZBL aufeinander. Die Gastgeberinnen gewannen mit 86:72. Es war ein klarer Sieg für das Team aus Trutnov, das die Partie im Alleingang entschieden hatte.
Und dann wurde es interessant. Chomutov hatte in den Vorwochen gezeigt, dass es gefährlich sein kann — 104:50 gegen Slobanka, 97:100 bei Brandeis. Doch in Trutnov warf es sich in jeden Ball und verlor völlig den Faden. Die Quote hat sich kaum bewegt, aber das Ergebnis sprach eine andere Sprache.
Wir hatten einen Tipp abgegeben. Gäste, meinten wir, mit 52 Prozent Sicherheit. Der Matchplan passte nicht. Nebenbei: Beide Teams stehen auf dem Papier gleich — sieben Siege, elf Niederlagen, null Punkte in der Tabelle. Doch in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht. Trutnov machte den Unterschied.
Die Gastgeberinnen hatten den breiteren Kader und nutzten ihn. Chomutov holte keinen Freistoß heraus, keine klare Chance. Der Routinier beruhigte das Spiel in den entscheidenden Phasen. 86:72 — das war kein Zufall, das war Taktik, die aufging.
In der Tabelle ändert sich wenig. Beide Mannschaften bleiben auf Rang sechs und sieben, beide mit 18 Spielen absolviert. Der Abstand bleibt bei null Punkten. Aber der Sieg in Trutnov beendet eine Serie — die Gastgeberinnen verloren zuvor viermal in Folge.
Interessant wird es, wenn man die jüngsten Ergebnisse vergleicht. Chomutov hatte gerade 104 Punkte gegen Slobanka erzielt, doch in Trutnov fiel die Offensive flach. Trutnov seinerseits hatte zuletzt 73:93 bei Brno kassiert — heute war es die andere Seite.
Was bleibt, ist die Erkenntnis: Drei Viertel der Partie dominierten die Gastgeberinnen. Der Rest war Nachspielzeit. Chomutov kann für eine Überraschung sorgen, aber heute war es nicht der Tag dafür. Trutnov hat die Partie im Alleingang entschieden — und das mit Überzeugung.