Am vergangenen Sonntag traf die ACB in Valencia auf Força Lleida, und das Spiel endete mit einer Überraschung: 100:105 für die Gäste. Die Gastgeber hatten das Heft in der Hand, und dann drehte sich alles. Eine Partie, in der die Favoritenrolle nicht zählte.
Valencia spielte vor eigenem Publikum, und normalerweise bedeutet das einen Vorteil. In der Tabelle steht die Mannschaft auf Platz zwei, 25 Siege und neun Niederlagen nach 34 Spielen. Aber interessant wird es, wenn man sieht, wie die Zahlen sprachen. Die Gastgeber warfen 36 von 86 Körben, die Gäste nur 34 von 68. Doch die Effizienz lag woanders.
Die Gäste nutzten jeden Fehler. Sie hatten 47 Rebounds gegen 41, und nebenbei stahlen sie den Ball neunmal, Valencia nur fünfmal. Der Wechsel stockte bei Valencia in der Defensive. 29 Fouls gegen 25 bei Lleida zeigen, dass die Gastgeber die Nerven verloren. Und dann kam der Moment, in dem der Unterschied kam.
Wir hatten Valencia gegeben, mit 67 Prozent Sicherheit. Der Markt sah ein torarmes Spiel, und die Gastgeber hatten den breiteren Kader. Aber der Markt hat sich geirrt. Lleida hat nichts zu verlieren, und das zeigt sich in der Spielweise. Die Gäste haben den Ball überlassen, und dann waren sie dort, wo es zählte.
Valencia bleibt auf Platz zwei, Lleida auf 14. Der Abstand in der Tabelle liegt bei 13 Punkten, und das ist ein Unterschied, der nicht einfach verschwindet. Aber diese Niederlage beendet die Negativserie für Lleida nicht — sie hat erst begonnen. Valencia hingegen muss sich fragen, warum sie in der Nachspielzeit nicht mehr halten konnten.