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LeBron James und Will Smith bei Angolas Präsident

Die beiden US-Stars besuchten Präsident João Lourenço in Luanda anlässlich der E1 World Championship und sprachen über Tourismus, Film und Basketball.

Zwei Männer stehen nebeneinander und lächeln, einer in einem beigen Hemd und einer Kappe, der andere in einem schwarzen Hemd und einem Bucket-Hat.
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Angolas Präsident João Lourenço hat am Sonntag zwei der bekanntesten Namen der USA im Präsidentenpalast empfangen: LeBron James und Will Smith. Anlass war ein Lauf der E1 World Championship, einer Rennserie für elektrische Rennboote mit prominenten Team-Investoren – auch James und Smith gehören zu den Geldgebern.

Nach Angaben lokaler Medien sprach Lourenço mit beiden über die Außendarstellung Angolas, mit besonderem Interesse an Tourismus, Film und Basketball. Zum Basketball passt die aktuelle Lage der angolanischen Nationalmannschaft: Sie steht bei der AfroBasket nach drei Partien ungeschlagen an der Tabellenspitze, gemeinsam mit Ägypten.

Der Auftritt fügt sich in ein Bild, das sich in den vergangenen Jahren verschoben hat. James war lange eine der lautesten Stimmen im US-Sport zu Menschenrechten und politischer Macht – so laut, dass ihm Verbündete von Donald Trump einst rieten, sich aufs Dribbeln zu beschränken. Später verbrannten Demonstranten in Hongkong sein Trikot, weil ihnen seine Unterstützung für ihre Proteste zu gering erschien. In Trumps zweiter Amtszeit hat sich James, wie viele andere US-Sportler auch, aus der politischen Debatte weitgehend zurückgezogen; zuletzt warb er für einen Prognosemarkt.

Für Angola hat der Besuch handfeste Beweggründe. Das Land setzt zunehmend auf sogenannten Roots-Tourismus und wirbt um Reisende mit familiären Wurzeln in der afrikanischen Diaspora. Nach Schätzungen von Forschern wurden fast 45 Prozent der nach Amerika verschleppten versklavten Menschen über Häfen im heutigen Angola verschifft. Die Regierung versucht, aus dieser Geschichte dauerhafte Verbindungen zu afroamerikanischen Communities aufzubauen – über Tourismus, der an dieses Erbe anknüpft.

Der Auftritt an der Seite eines autoritär regierenden Präsidenten zeigt, wie sich James' öffentliche Rolle verändert hat: vom Kritiker politischer Machtausübung zum Werbeträger für Regierungen, die genau diese Nähe suchen.

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