Basketballerin Aminata Seck seit August in ICE-Haft
Kentucky-State-Spielerin sitzt seit dem 7. August fest. Die Anwältin nennt eine versäumte Visafrist, das DHS verweist auf eine Ausweisungsanordnung.
Aminata Seck, Basketballspielerin der Kentucky State University, sitzt seit dem 7. August in Gewahrsam der Einwanderungsbehörde ICE. Das berichtet The Guardian. Die Senegalesin wurde demnach am Muhammad Ali International Airport in Louisville festgenommen, auf dem Weg zum HBCU All-Star Game in New York. Öffentlich bekannt wurde der Fall erst in dieser Woche.
Seck spielt in der Division II und ist Seniorin. In der vergangenen Saison stand sie in 20 von 26 Spielen in der Startformation. Sie kam ins dritte All-Conference-Team und erhielt die SIAC-Elite-16-Auszeichnung für akademische Leistungen.
Ihre Anwältin Sadiqa Reynolds nennt als Grund der Haft eine versäumte Frist für das Studentenvisum. Der Grund sei eine Rückenoperation gewesen. Reynolds spricht von „einer Papierangelegenheit". Seit der Festnahme wurde Seck nach ihren Angaben durch vier ICE-Einrichtungen verlegt: Clay County, Chicago, Clark County und Grayson County. In der Haft leide sie an einer Kreuzbandverletzung, erhalte aber nur Ibuprofen und keine angemessene medizinische Versorgung.
Das Heimatschutzministerium DHS äußerte sich am 23. September gegenüber USA Today. Seck habe sich „dafür entschieden, ihren Aufenthalt unter Verstoß gegen die Gesetze unseres Landes zu überziehen", hieß es. Weiter: „Um es klar zu sagen: Ein laufender Antrag oder eine Arbeitserlaubnis verleiht in den Vereinigten Staaten keinen rechtlichen Status."
Nach Darstellung des DHS erließ ein Einwanderungsrichter am 8. September 2025 eine endgültige Ausweisungsanordnung. Seck sei zu ihrer Anhörung nicht erschienen. „Sie bleibt in ICE-Gewahrsam, solange das Abschiebeverfahren anhängig ist", teilte die Behörde mit. Margaret Fleming von Front Office Sports zitiert eine DHS-Sprecherin außerdem mit einem Hinweis auf eine Beinschiene, die Seck bei der Aufnahmeuntersuchung getragen habe.
Die Zahl der ICE-Festnahmen in Kentucky ist in diesem Jahr um 70 % gestiegen.
Bleibt Seck in Haft, dürfte sie kaum für Kentucky State auflaufen. Ob die Hochschule oder der Verband NCAA eingreift, ist aus dem Bericht nicht ersichtlich.
Über diesen Beitrag
Von der Redaktion mit Hilfe von Algorithmen auf Grundlage der angegebenen Quellen erstellt