Rösvård Frauen siegte am Sonntag im Damallsvenskan mit 1:0 gegen Piteå. Das Spiel in Runde zwanzig endete nach einem Treffer in der 81. Minute. Die Gastgeberin blieb über die volle Spielzeit die bessere Mannschaft, auch wenn die Zahlen anders aussahen.
Der entscheidende Moment kam spät. Jo-Anne Agbor-Tataw Cronquist nutzte einen Raum, den Piteå nicht geschlossen hatte, und brachte die Gastgeberin in Führung. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie lange beide Seiten nach einer Lösung suchten.
Zuvor gab es zwei Gelbe Karten in der 60. Minute. Emma Pennsater und Josefine Johansson zückten nacheinander, was die Qualität der Zweikämpfe veränderte. Und dann folgten mehrere Wechsel: in der 68. Minute Julie Mathiasen und Bryleeh Flo Henry, in der 76. Ronja Aronsson, Sharon Sampson und Thea Sørbo, in der 87. und 88. Minute die restlichen Ersatzspieler.
Die Statistik zeigt ein Bild, das nicht sofort stimmt. Piteå hatte 105 Angriffe und 56 Prozent Ballbesitz, Rösvård nur 69 Angriffe und 44 Prozent. Doch fünf Schüsse aufs Tor bei einem Treffer und vier daneben bei den Gästen bedeuteten, dass die Chancen verstreut wurden. Nebenbei fiel auf, dass beide Seiten keine roten Karten und keine Abseitsfehler verzeichneten.
In der Tabelle bleibt die Lücke bestehen. Piteå liegt auf Platz neun mit 23 Punkten nach 19 Spielen, vier Siege mehr als Rösvård auf Platz zwölf mit 17 Punkten. Ein Sieg ändert nichts an der Position, aber er beendet eine Serie, in der die Gastgeberin zuletzt ungeschlagen war.
Rösvård hatte in den fünf Spielen zuvor drei Mal die Null gehalten: 4:0 gegen Eskilminne, 1:0 gegen Uppsala und 1:0 gegen Djurgården. Nur gegen Häcken und Norrköping gab es Niederlagen. Piteå zeigte eine andere Mischung: 5:1 gegen Uppsala, 2:0 gegen Växjö, aber auch 0:1 gegen AIK und ein Remis mit Brommapojkarna Frauen.
Wir hatten zuvor einen Sieg der Gastgeberin prognostiziert, mit einer Sicherheit von 41 Prozent. Und dann traf es zu. Nicht wegen der Dominanz in der Statistik, sondern weil in entscheidenden Minuten der Unterschied zwischen Schuss und Tor kleiner war als bei der Gegenseite.