Inter Milan Women und Hammarby trafen am 22. September im Felice-Chinetti-Stadion aufeinander. Die Partie endete 1:0 für die Gastgeberinnen. Es war der erste Spieltag der League Stage der UEFA Women's Champions League. «Und dann» — so begann die Geschichte des Abends, als Haley Bugeja in der fünften Minute den Ball im Netz der Schwedinnen landete.
Haley Bugeja traf früh und bestimmte damit den Verlauf. Der Treffer kam unerwartet schnell, aber er war nicht zufällig. Inter Milan Women wusste, dass man in diesem Turnier nicht wartet. «Interessant wird es», wenn man solche Vorsprünge verteidigen kann. Die Gastgeberinnen blieben fokussiert, während Hammarby nach dem Rückstand suchte.
Die Statistik zeigt, was man bereits erahnen konnte. Inter Milan Women kontrollierte mit 63 Prozent Ballbesitz das Spiel. Sechs Schüsse trafen ins Aus, fünf auf das Tor. Hammarby hatte nur einen Schuss auf Ziel, vier gehalten von Keeperin Runarsdottir. «Nebenbei» — man könnte meinen, dass viele Angriffe viel bringen. Achtzig Angriffe pro Seite änderten nichts an der Tatsache, dass Inter Milan Women keine einzige Großchance kreiert hatte.
Der Abend wurde dramatischer, als es sein musste. In der 89. Minute sah Jennifer Falk die rote Karte. Sie war die erste für Hammarby, die zweite nach zwei gelben Platten für Rybrink und Le Bihan. Tabby Tindell und Haley Bugeja hatten zuvor schon gelb gesehen. Die Auswechslungen liefen wie geplant — Irene Santi und Michela Cambiaghi für Inter, Thelma Palmadottir und Toni Payne für die Gäste. Alles im Rahmen.
Wir hatten auf einen Sieg der Schwedinnen gesetzt, mit 82 Prozent Sicherheit. Der Vorhersage ging es nicht gut. Was den Match umgekehrt hat, war einfach die frühe Führung. Ein Tor in der fünften Minute, mehr nicht. Man braucht nicht immer Großchancen, wenn man nur eine verwertet. Inter Milan Women beendete damit ihre Negativserie gegen schwedische Gegner und zeigte, dass dieser Start in die Champions League ernst zu nehmen ist.