Am Mittwochabend in der Qualifikation für den Afrikapokal setzte sich Kamerun mit 3:1 gegen die Komoren durch. Das Spiel in der Gruppe 1 endete für die Gäste nach einem knappen ersten Durchgang und einer deutlichen Dominanz in der zweiten Halbzeit. Die Heimmannschaft nutzte ihre Chancen, während die Komoren trotz besserer Trefferquote nur selten Gefahr ließen.
Die Aufstellung war klar, aber der Rhythmus änderte sich schnell. In der 39. Minute traf David Roi Nyengue und sorgte für die Führung. Nebenbei fiel auf, dass die Komoren zwar Ballbesitz suchten, aber kaum in die Tiefe kamen. Die Abwehr hielt stand, bis kurz vor der Pause Christian Kofane für die Heimmannschaft eingewechselt wurde.
Und dann kam die Entscheidung. In der 48. Minute erhöhte Bryan Mbeumo auf 2:0. Interessant wird es, wenn man sieht, wie die Komoren reagierten. Nicht mit Taktikwechseln, sondern mit einem Treffer. Warmed Omari erzielte in der 51. Minute den Anschlusstreffer. Mahamadou Nagida hatte zuvor eine gelbe Karte gesehen, die Stimmung kochte hoch.
Die Komoren versuchten, das Spiel offen zu gestalten, doch die Defensive der Kameruner stand sicher. Housseine Zakouani erhielt in der 86. Minute eine weitere gelbe Karte, ein Zeichen für die Frustration auf der Bank. Die Heimmannschaft wartete, bis die Zeit abgelaufen war, und schloss das Kapitel mit einem weiteren Treffer ab.
Danny Namaso markierte in der 81. Minute das dritte Tor für Kamerun. Durch diese Substitutionen und den sicheren Abschluss sorgten die Gastgeber für Klarheit im Turnierverlauf. Die Komoren hatten zwar mehr Ballbesitz in einzelnen Phasen, aber die Effizienz fehlte ihnen entscheidend.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Mit 66 Prozent Ballbesitz bestimmten die Heimmannschaft das Geschehen. Zwar hatten die Gäste eine höhere Trefferquote von 43 Prozent bei ihren Schüssen, doch die Anzahl der Angriffe lag mit 52 deutlich unter den 123 der Kameruner. Vier Schüsse vom Ziel blieben für die Gastgeber, drei für die Besucher.
Was das bedeutet, zeigt sich im Vergleich der letzten Begegnungen. Die Komoren kamen in den vergangenen Spielen kaum über Remis hinaus, drei 0:0-Partien liegen bereits hinter ihnen. Kamerun zeigte wieder Schwankungen, aber der Sieg heute bringt die nötige Sicherheit für die nächsten Schritte in der Qualifikation.