Am Freitagabend traf Sportivo Trinidadensi im Estadio Martín Torres auf Guaraní. Das Spiel endete 0:1 für die Gäste. Es war der elfte Spieltag der Clausura in der Primera División. Guaraní holte damit den ersten Auswärtssieg der Runde.
Und dann kam die zwölfte Minute. Luis Carlos Abreu Benegas zeigte Rot. Er warf sich in eine Zweikampfsituation, ohne den Ball zu bekommen. Der Schiedsrichter zögerte nicht. Nebenbei: Guaraní nutzte den Überzahl, ohne das Tempo zu erhöhen. Sie warteten.
Interessant wird es in der achtzehnten Minute. Guaraní stand mit dem Rücken zur Wand, als der Ball bei Fernando Fernandez landete. Er hatte sich frei gespielt. Ein kurzer Pass, ein Schritt nach vorn, und der Ball ging ins Netz. Guaraní ging in Führung. Trinidadensi standen kurz vor dem Abschluss, aber die Abwehrkette war zu früh gesprengt worden.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Guaraní spielte mit 630 Pässen gegen 273 der Gastgeber. 542 davon waren erfolgreich, bei Sportivo Trinidadensi waren es 185. Doch sechs Schüsse aufs Tor genügten, während die Gastgeber nur einen trafen. Die hohe Abwehrkette wurde ausgehebelt, nicht durch Dribblings, sondern durch einen einzigen Fehler.
Die Tabelle ändert sich. Sportivo Trinidadensi bleibt mit neun Punkten aus drei Spielen an der Spitze. Guaraní steigt auf den vierten Platz mit sechs Punkten. Die Gastgeber verloren ihre Unbesiegtheit, die Gäste ihren Sieg bei Auswärtsspielen. Es war ein Spiel, das über einen Moment entschieden wurde.