Am Freitagabend trafen Tschechien und Kroatien in der Ligarunde der Nations League aufeinander. Das Spiel endete 1:2 für die Gäste aus dem Adriaküstenstaat. Marco Pašalić entschied die Partie mit dem Treffer zur 77. Minute.
Die erste Halbzeit verlief ausgeglichener als die Statistik vermuten lässt. Luka Modrić brachte Kroatien zur Pause in Führung, nachdem er in der 47. Minute verwertet hatte. Tschechien hatte zuvor mit einer gelben Karte für Lukáš Červ in der 36. Minute einen Rückschlag erlitten.
Und dann kam die zweite Halbzeit. Adam Karabec glich in der 54. Minute aus, interessant wird es, als Marco Pašalić in der 77. Minute den Siegtreffer erzielte. Ein VAR-Eingriff sorgte in der Nachspielzeit noch für Unruhe: Matej Radosta wurde ein Tor in der 90. Minute zugesprochen und dann wieder gestrichen.
Nebenbei fiel auf, wie die Trainer reagierten. Kroatien brachte in der 63. Minute gleich drei Wechsel: Igor Matanovic, Franjo Ivanovic und Luka Sučić kamen aufs Feld. Tschechien reagierte in der 67. Minute mit dem Austausch von Lukáš Červ gegen Lukas Ambros. Die Kräfte gingen beiden Mannschaften in der Schlussphase deutlich aus.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Kroatien kontrollierte mit 56 Prozent Ballbesitz das Spiel und schuf drei Großchancen gegenüber nur einer für Tschechien. Die erwarteten Tore lagen bei 1,78 zu 0,99. Zwei Treffer aus fünf Schüssen ins Tor für die Gäste, während Tschechien nur zwei Treffer aus zwei Versuchen erzielte.
Wir hatten zuvor die Gastmannschaft als Favorit eingeordnet. Die Prognose traf zu, weil Kroatien die besseren Räume nutzte und Modrić die entscheidende Rolle übernahm. Tschechien landete mit null Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, während Kroatien mit drei Zählern auf Platz zwei aufrückte.