FCV Farul Constanța und Petrolul Ploiești spielten am Sonntagabend in der Liga I auf der Nationalen Arena ein 2:2. Die Gastgeber kontrollierten weite Teile des Spiels, doch die Gäste hielten stand. Es war ein Match, in dem sich die Initiative mehrfach wechselte, und am Ende stand ein Unentschieden, das beide Seiten unterschiedlich bewerteten.
Das Spiel begann mit Tempo. In der dritten Minute schoss Dan N'Lundulu für Petrolul vorbei, der Ball landete im Netz — 0:1. Die Gastgeber reagierten nicht sofort, sondern brauchten Zeit, um sich zu organisieren. In der vierzehnten Minute fiel dann ein Elfmeter für Farul, und Ofri Arad verwandelte sicher. 1:1. «Und dann» begann das Spiel, interessant wird es, wenn man sieht, wie beide Teams auf diese Phase reagierten.
Meriton Korenica stellte in der vierundzwanzigsten Minute die Führung wieder her, 2:1. Doch Petrolul ließ sich nicht unterkriegen. In der sechsten Minute der zweiten Halbzeit glich Breston Malula aus. 2:2. Nebenbei fiel auf, dass Karlo Muhar und Ofri Arad beide zur Halbzeit ausgewechselt wurden — eine Entscheidung, die später Sinn ergab, als die Gäste Druck machten. Die Karten häuften sich: Muhar, Cisotti, Padurariu, N'Lundulu — vier Gelbe, davon zwei in der ersten Hälfte.
Die Zahlen sprechen für sich, aber sie erzählen nicht alles. Farul hatte 57 Prozent Ballbesitz, 98 Angriffe, 10 Tore ins Ziel — und dennoch reichte es nicht für drei Punkte. Die Chancen gingen teils vorbei, die Genauigkeit lag bei 36 Prozent, genau wie bei den Gästen. Petrolul brauchte nur vier Treffer im Rahmen, um das Unentschieden zu retten. «Der Markt sieht ein torarmes Spiel», doch hier ging es nicht um Effizienz, sondern um Momente.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, 52 Prozent Wahrscheinlichkeit waren angegeben. Der Matchplan ging nicht auf. Was ihn brach, war die Fähigkeit der Gäste, in kritischen Phasen nicht zusammenzubrechen. Petrolul wartete seit Wochen auf einen Sieg, doch dieses Mal reichte es nur für einen Punkt — und das war mehr, als viele erwartet hatten.
In der Tabelle bleibt es unverändert. Farul liegt siebter mit zwölf Punkten nach neun Spielen, Petrolul viertel mit sechzehn. Der Abstand von vier Zählern bleibt bestehen, doch die Stimmung in beiden Kabinen ist unterschiedlich. Farul hat es selbst in der Hand, einen Gang zulegen — wenn die nächsten Spiele besser laufen. Petrolul kann jederzeit einen Gang zulegen, wenn die Defensivarbeit stimmt.