Am Freitagabend traf Ferndorf in der Zweiten Bundesliga auf Dessauer-Rosslauer. Das Spiel endete 39:33 für die Gastgeber. Die Heimmannschaft zeigte sich in der eigenen Halle von ihrer besseren Seite. Das Ergebnis ist klar, interessant wird es, wie sich das im Tabellenstand niederschlägt.
Die Tabelle vor dem Spiel zeigte die Lage deutlich. Ferndorf lag auf Platz fünf mit vier Punkten Vorsprung. Dessauer-Rosslauer hatte sich mit drei Unentschieden und einem Sieg auf Rang vierzehn gehalten. Nebenbei: Beide Teams hatten vier Spiele absolviert. Das Hausrecht spielte eine Rolle, das war abzusehen.
Wir hatten zuvor eine Prognose abgegeben. Sieg für Ferndorf, mit einer Sicherheit von 56 Prozent. Die Vorhersage ging auf. Es war kein Zufall, sondern Taktik, die aufging. Die Heimmannschaft kontrollierte das Tempo, verlor ihren Mann nicht, und das reichte.
Die letzten Auftritte beider Teams sprachen eine ähnliche Sprache. Ferndorf hatte zuletzt gegen Kamburg 30:31 verloren, aber davor 31:26 gegen Emsdetten gewonnen. Dessauer-Rosslauer war am Vortag gegen Hagen mit 31:32 gescheitert, davor 31:29 gegen Ludwigshafen gewonnen. Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage war klein. Ein Fehler entscheidet.
39:33 — das ist ein Resultat, das nach mehr aussieht, als es war. Die Gastgeber lagen nie weit zurück, und wenn es mal eng wurde, fanden sie die Lücke. Die Hitze bremste das Tempo in der zweiten Hälfte, aber der Vorsprung war bereits zu groß. Die Szene ging in die Überprüfung, nichts wurde korrigiert.
Nach dem Spiel steht Ferndorf auf sechs Zählern, Dessauer-Rosslauer bei zwei Punkten. Der Abstand vergrößerte sich. Für die Heimmannschaft ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Gäste bedeutet es: Sie müssen die Unentschieden beenden. Ein Punkt ist zu diesem Preis kein Wert mehr drin.