Maia Bouchier führt England zu Rekord-Chase gegen Irland
Mit 104 Runs von 95 Bällen führte Maia Bouchier England zum höchsten ODI-Chase der Geschichte gegen Irland – Heather Knight sieht Weltklasse-Potenzial.
Maia Bouchier hat mit 104 Runs von 95 Bällen ihr zweites ODI-Hundert erzielt und England beim ersten ODI gegen Irland in Leicester zum höchsten erfolgreichen Run-Chase der englischen Geschichte geführt. Das Team erreichte das Ziel von 282 Runs mit sechs Wickets und 71 Bällen Reserve.
Den Grundstein legte eine Eröffnungs-Partnerschaft von 143 Runs zwischen Bouchier und Sophia Dunkley, die 73 Runs von 61 Bällen beisteuerte. Erst als Dunkley der Beinspinnerin Cara Murray einen Abpraller fing, war der Weg zum Jahrhundert für Bouchier frei, die später am Long-On über die Grenze schlug und mit 104 Runs den Platz verließ.
Die frühere englische Kapitänin Heather Knight lobte im Anschluss die Aggressivität der beiden Eröffnungsschlagfrauen im Hinblick auf die Ashes gegen Australien im kommenden Jahr.
„Ich erinnere mich, wie Maia vor einigen Jahren ihr erstes Hundert erzielte – das war für sie damals eine Last, die abfiel, wahrscheinlich der nervöseste Moment, den ich je bei jemandem in den Neunzigern gesehen habe. Gestern schien sie mühelos hindurchzugehen", sagte Knight gegenüber Sky Sports.
„Sie ist eine wahnsinnig talentierte Spielerin, und wenn sie herausfindet, wie sie gegen die wirklich besten Teams unter Druck agieren muss, kann sie eine Weltklassespielerin werden. Sie ist großartig anzusehen, sehr ästhetisch, hat alle Schläge drauf und bekommt wieder die Chance, das Innings zu eröffnen – dort schlägt sie gerne, deshalb freue ich mich sehr für sie über diese Runs. Dass Sophia so aggressiv gespielt und das Spiel an sich gerissen hat, freut mich auch für sie. Das war eine spielentscheidende Eröffnungs-Partnerschaft", so Knight.
Bouchier war im Juni nicht für den Kader zur T20-Weltmeisterschaft nominiert worden, bleibt aber ein zentraler Baustein der ODI-Pläne Englands, die nach den Rücktritten von Heather Knight und Tammy Beaumont ein neues Team aufbauen.
„Es ist natürlich bitter, dass ich die Weltmeisterschaft verpasst habe", sagte Bouchier. „Aber es war eine gute Gelegenheit, für Hampshire mehr Cricket zu spielen und die positiven statt der negativen Seiten zu sehen. Nächstes Jahr gibt es viele Chancen, das ist wirklich spannend. Wenn ich einfach meinen Namen ins Spiel bringe und diese großen Runs erziele, wird sich der Rest von selbst ergeben, hoffe ich."
England bestritt die Serie gegen Irland ohne mehrere Stammkräfte: Kapitänin Nat Sciver-Brunt fehlt verletzt, Lauren Bell, Danni Wyatt-Hodge, Sophie Ecclestone, Amy Jones und Linsey Smith wurden geschont. Die 21 Jahre alte Jodi Grewcock kam auf Position drei zum Einsatz und wurde von Murray für 9 Runs verließ das Feld, während die Off-Spin-Allrounderin Mady Villiers nach zwei Jahren Pause ins Weißball-Team zurückkehrte. Alice Capsey und Freya Kemp brachten den Sieg mit einer Serie von Grenztreffern nach Hause.
Die Serie gibt England einen Blick in die Zukunft: Setzt sich die Form von Bouchier und Dunkley an der Spitze der Reihen fort, könnte das Duo im kommenden Jahr die Eröffnung gegen Australien bei den Ashes übernehmen.
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Quellen 2
- Maia Bouchier powers England to record ODI run chase against Ireland theguardian.com
- Knight: Bouchier can be world beater for England skysports.com