ASO Chlef und Oran trafen am Freitagabend in der Ligue 1 aufeinander. Das Spiel endete 0:1 für die Gäste. Das einzige Tor fiel in der 75. Minute durch I. Saadi. Davor hatte Chlef in der 10. Minute einen Spieler verloren — D. Belalem zeigte Rot.
Der Rotschuss bestimmte den Verlauf. Chlef spielte mit elf gegen zehn, doch der Zahlenvorteil half Oran nicht, das Spiel zu öffnen. Die Gäste behielten einen kühlen Kopf und nutzten den Konter. Nebenbei fiel auf, dass Chlef trotz Unterzahl mehr Angriffe hatte — 68 gegenüber 88 —, aber die Qualität fehlte.
Die Statistik bestätigt das Bild. Oran hatte mehr Ballbesitz mit 55 zu 45 Prozent und brachte acht Treffer aufs Tor, Chlef sieben. Doch die Lage auf dem Feld zeigte sich auch in den Ecken: Chlef erhielt acht, Oran nur zwei. Interessant wird es, wenn man die Effizienz vergleicht — Oran brauchte weniger Angriffe, um das Tor zu finden.
Zur Pause kamen mehrere Wechsel. Chlef brachte A. Benchouya und A. Ghenam, dazu C. Aoudjane. Oran reagierte mit O. Diakite und E. Ledlum. Beide Trainer änderten zur Pause das System, doch der Spielstand blieb unverändert. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber sie zeigt, wo jeder steht.
Chlef liegt auf Platz 14, zwei Spiele, null Siege, eine Niederlage, ein Punkt. Oran ist Sechster, ein Spiel, ein Sieg, drei Punkte. Der vierte Sieg in Serie für Oran in diesem Kontext — oder zumindest der zweite in Folge gegen Chlef, denn am 7. Mai gewann die Mannschaft bereits 1:0. Die Gäste haben es selbst in der Hand, die Punkte zu sammeln.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein rotes Karten in der ersten Viertelstunde alles verändert. Chlef kämpfte, warf sich in jeden Ball, aber die Zeit fehlte. Oran zeigte Disziplin und zog den längeren Atem. Das Ergebnis ist verdient, auch wenn die Zahlen nicht immer die Geschichte erzählen.