Atlante und Querétaro trafen in der achten Runde der Liga MX der Frauen aufeinander. Das Spiel endete 2:1 für die Gastgeberinnen. Sie haben damit den dritten Sieg in Serie — interessant wird es, wenn man bedenkt, wie wenig das Team in den Vorjahren lief.
Die erste Entscheidung fiel in der 39. Minute. A. Gonzalez setzte sich durch und brachte Atlante in Führung. Querétaro reagierte nicht sofort. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste zwar mehr Angriffe zustande brachten, aber nur ein Schuss ins Ziel ging. Und dann kam die Ausgeglichenheit.
In der 61. Minute glich C. Herrera aus. Das Match bekam einen anderen Rhythmus. Querétaro spielte offener, Atlante stand hinten offen wie ein Scheunentor. Die Kartenhäufung zeigte, dass beide Seiten die Kontrolle suchten. A. Lopez erhielt in der 90. Minute die rote Karte — das änderte alles.
Wir hatten den Heimsieg vorhergesagt, mit 56 Prozent Sicherheit. Der prognostizierte Ausgang trat ein. Nicht weil Atlante dominierte, sondern weil Querétaro in der Schlussphase zusammenbrach. In der 90. Minute und neun Sekunden fiel der entscheidende Treffer. Der vierte Sieg in Serie für Atlante, wenn man die letzten Begegnungen zählt.
Die Statistik spricht eine andere Sprache. Atlante hielt 57 Prozent Ballbesitz, aber null Treffer aufs Tor. Querétaro schoss einmal auf Ziel. Viele Angriffe, wenig Genauigkeit. Die Quote hat sich kaum bewegt seit der letzten Runde.
Beide Teams stehen auf dem 14. bzw. 16. Platz mit jeweils sechs Punkten. Der Abstand nach oben bleibt groß. Was diesen Sieg besonders macht, ist nicht die Zahl, sondern der Moment, in dem Querétaro die Nerven verlor. Drei Punkte, die ein Team nach unten rutschen lassen könnten.