Am Freitagabend trafen die Frauen von Atlas auf die von Guadalajara in der sechsten Runde der Liga MX. Das Spiel endete mit einem klaren 4:0 für die Gäste – und das war kein Zufall, sondern das Ergebnis einer spielerischen Überlegenheit, die von der ersten Minute an sichtbar war.
Die Gäste öffneten früh. In der elften Minute nutzte J. A. Casarez eine Chance und sorgte für die Führung. Atlas versuchte, das Spiel zu halten, doch in der 36. Minute verdoppelte D. Castro den Vorsprung. Die Gastgeberinnen standen nur noch zu zehnt im Spiel, wenn man die taktische Ausrichtung betrachtet – sie verloren den Anschluss an das eigene Spielkonzept.
In der zweiten Halbzeit kam die Bestätigung. Nach dem 46. Minute-Wechsel, als F. T. Huerta für R. ausgetauscht wurde und V. Acevedo das Feld betrat, suchten die Gastgeberinnen nach Antworten. Doch in der 73. Minute fiel der Elfmeter: A. Cervantes verwandelte sicher. Drei Minuten später erhöhte sie erneut. Guadalajara hielt sein Team im Spiel – oder besser gesagt, es ließ es nicht zu, dass Atlas zurückkehrte.
Die Zahlen bestätigen das Bild. Atlas hatte 47 Prozent Ballbesitz, aber nur drei Trefferversuche aufs Tor. Guadalajara traf sechs Mal und verschoss ebenfalls sechs. Von elf Angriffen kamen bei den Gastgeberinnen keine richtig zustande, während die Gäste bei 117 Angriffen vier Blockierungen ihrer Schüsse hinnehmen mussten. Die Effizienz war der Unterschied.
In der Tabelle sieht man das Ergebnis wieder. Atlas liegt auf Platz 14 mit fünf Punkten nach sechs Spielen – ein Sieg, zwei Unentschieden, drei Niederlagen. Guadalajara ist Fünfter mit zwölf Punkten, vier Siege, zwei Niederlagen, keine Unentschieden. Der Abstand von sieben Punkten wird sich in den kommenden Runden wahrscheinlich vergrößern.
Interessant wird es, wie Atlas die Serie aus der vergangenen Woche aufgreift. Nach dem 1:6 gegen Atletico San Luis und dem 2:0 gegen Tijuana folgte eine stabile Phase mit zwei Unentschieden. Doch dieses Spiel zeigt: Stabilität reicht nicht, wenn man auf eine Mannschaft trifft, die sind klar in der Favoritenrolle nicht nur behauptet, sondern spielt.