Am Donnerstagabend setzte sich Atlético Nacional (Frauen) in der Promotion Group 4 der Frauenliga mit 1:0 gegen La Equidad durch. Das einzige Tor fiel in der 23. Minute durch L. Alvarez. Die Gäste hatten am 31. August noch mit 3:1 gewonnen, doch an diesem Abend reichte der Vorsprung aus, um den Sieg zu halten.
Das Spiel war von Anfang an offen. Beide Mannschaften suchten nach Raum, «fanden die Lücke» aber selten konsequent. Alvarez nutzte einen Moment der Unachtsamkeit und legte auf. Und dann blieb es still in der Folge, während die Gastgeber versuchten, den Rhythmus zu behalten.
Zwanzig Minuten später kam die erste Gelbe Karte für L. Castillo. Die Abwehrkette von Nacional wurde zunehmend unter Druck gesetzt, «standen hinten offen wie ein Scheunentor» in Phasen, in denen La Equidad hinten war. Die Gäste leisteten sich zu viele Fouls, um den Zugriff zu behalten.
Unser Einsatz stand auf Heimsieg, die Sicherheit lag bei fünfundfünfzig Prozent. Interessant wird es, wenn man sieht, wie die Partie verlief: Nacional kontrollierte die Ballbesitzphasen, doch La Equiday zögerte nicht, in den Zweikampf zu gehen. Der Sieg war kein Geschenk, er musste erarbeitet werden.
In der zweiten Halbzeit verschärften sich die Duelle. Bis zur 51. Minute stapelten sich die Gelben Karten: J. Guisamano, Rondon, Rodriguez. Nebenbei fiel auf, dass La Equidad ihre Wechselpalette nutzte, um frische Beine zu bringen. Mosquera, Ocampo, Gonzalez kamen herein, doch der Zugang zum Tor blieb verschlossen.
Dann kam die rote Karte. In der 86. Minute sah W. Cabrera das Platzverweis. Ein Fehler entscheidet solche Spiele, und so fiel der entscheidende Schnitt. Nacional spielte die verbleibenden Minuten mit einer Überzahl, La Equidad musste nach Hause fahren.
Die Gastgeber sind damit nicht nur siegreich, sondern beendeten auch eine kurze Durststrecke. Der Sieg nach dem 3:1-Verlust vor drei Tagen zeigt: die hohe Abwehrkette wurde ausgehebelt, nicht durch Technik, sondern durch Geduld. La Equidad bleibt auf der Suche nach Konstanz.